31
Mär
Physiotherapie in der Bundesliga
Physiotherapie, früher noch Krankengymnastik genannt, soll die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des Körpers verbessern oder erhalten. Physiotherapie orientierte sich eine gewisse Zeit an der Medizin und verfiel somit in das gleiche Schema. Jede Krankheit hat einen Auslöser. Somit wurde immer nur die Krankheit behandelt, aber nie das Individuum betrachtet. Mittlerweile versucht man wieder eine ganzheitliche Sicht auf die Dinge zu bekommen.
Physiotherapeuten leisten in der Bundesliga eine sehr komplexe und effektive Arbeit. Oft werden sie belächelt und möglicherweise Wunderdoktoren genannt oder mit ähnlichen Worten beschrieben. Sie arbeiten mit den verschiedensten Methoden um die Spieler in Höchstform zu bringen. Physiotherapie ist für viele Leistungssportler die optimale Lösung, da keine Nebenwirkungen wie bei vielen Medikamenten auftreten können. Immer mehr Physiotherapeuten wenden unter anderem auch Blutegel zur Therapie von Blutergüssen oder ähnliche außergewöhnliche Methoden an. Viele Sportler sind überrascht, wie effektiv diese Naturheilmittel wirken.
Immer wieder entsteht die öffentliche, fälschliche Meinung, dass Physiotherapie nur Massagen und im besten Fall Gymnastik sei. Dinge wie Wärme, Kälte und Laserbehandlungen können den Physiotherapeuten unterstützen. Hauptsächlich soll der Sportler durch verschiedene Kräftigungs- und Dehnungsübungen wieder Gesundheit erlangen und vor allen Dingen schmerzfrei werden. Natürlich kann man auch im Sportbereich durch ausreichende Trainingseinheiten und eine ausgewogene Ernährung Verletzungen vorbeugen. Wenn doch eine Verletzung auftritt, versucht der Physiotherapeut so schnell wie möglich eine Erstversorgung durchzuführen, welche die restliche Behandlungsdauer erheblich reduzieren kann. Vor allen Dingen achten die Therapeuten auch darauf eine andauernde Belastung der Wirbelsäule, Muskeln, Bänder, Kapseln, Sehnen oder Ähnlichem vorzubeugen, welche zu bleibenden Schäden führen können. Außerdem arbeiten sie nie allein, sondern immer mit den entsprechenden Fachärzten zusammen um eine bestmögliche Therapie zu bieten.
Häufig wird bei Sportlern auch Osteopathie angewandt. Osteopathie ist ein alternativmedizinisches Verfahren, welches auf den amerikanischen Arzt Andrew Still zurückzuführen ist. Laut diesem Arzt können verschieden Verletzungen der Gelenke auch Störungen in anderen Körperregionen und Organen auslösen. Osteopathie ist ein Selbstheilverfahren. Der Osteopath soll lediglich die Spannungen der Muskeln, Knochen und Gelenke erkennen und somit die gestörten Funktionen ausfindig machen. Hierbei sollen sich verschieden Behandlungstechniken ergänzen, die auf den Menschen passen. Im Allgemeinen kann man sagen, dass die Physiotherapie die Sportler in einem gesunden Zustand erhalten soll, damit höchstmögliche Leistungen erbracht werden können.