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Bayer Leverkusen gegen Werder Bremen im Livestream am 13.12.2017
Mittwoch, 13. Dezember 2017

Der Anschluss ist hergestellt. Nur noch drei Punkte rangiert Bayer hinter Platz 2. Langsam macht sich die Serie, zehn Spiele unbesiegt, im Tableau bemerkbar. „Wir haben einen kleinen Sprung gemacht“, sagt Manager Jonas Boldt. Bislang trübte der eine oder andere Schönheitsfehler in Form unnötiger Unentschieden die Serie. Jetzt wird Bayers Aufschwung sichtbar. Für diesen gibt es neben der individuellen Qualität von Spielern wie Leon Bailey, der die Führung in Stuttgart klasse vorbereitete, Gründe. Die Torgarantie: Bayer trifft unter Heiko Herrlich in jedem Spiel, stellt mit 29 Treffern die drittbeste Offensive hinter München und Dortmund. Der Mix ist perfekt, mit Kevin Volland (9) verfügt man anders als im Vorjahr, als Chicharito zum gleichen Zeitpunkt bei fünf Treffern stand und seit dem 6. Spieltag nicht mehr getroffen hatte, über einen Stürmer mit Torgarantie. Zudem ist Bayer nicht berechenbar, 13 unterschiedliche Schützen sind Ligaspitze, in Stuttgart reihte sich Kai Havertz mit dem 1:0 ein. Die Stärke bei Ecken: In der Vorsaison waren gegnerische Eckbälle ein Kernproblem. Mit zwölf Gegentoren war Bayer Schlusslicht der Liga, der Vorletzte Mainz lag bei acht. Bislang schluckte die Werkself nur zwei Treffer nach Ecken, der zweitbeste Wert der Liga hinter den Bayern (1).

Bei eigenen Eckbällen hat man ebenfalls zugelegt. Erzielte man so vergangene Saison insgesamt fünf Treffer, steht man jetzt schon bei sechs Torerfolgen und ist damit Liga-Primus. In Stuttgart verbesserte Lars Bender mit seinem 2:0 diese Statistik weiter. Der Kapitän verkörpert auch die nächste große Stärke. Die Flexibilität: Am Freitag begann der wiedererstarkte Lars Bender als Sechser, wechselte zur Pause in die Dreierkette, um nach der Umstellung auf Viererkette als rechter Verteidiger zu glänzen. Unter Herrlich wirkt Bayer in vielen Systemen, die auch während einer Partie gewechselt werden, stabil: 4-4-2, 4-3-3, 3-4-3 oder wie in Stuttgart nach Henrichs Hereinnahme ein 4-1-4-1, mit dem man die Kontrolle wieder erlangte – Trainer und Mannschaft können flexibel reagieren. Die Mentalität: Rückschläge steckt Bayer viel besser weg als vergangene Saison. Statt nur 0,61 Punkte im Schnitt holt Bayer jetzt 1,14 Punkte nach einem Rückstand. Gegen Leipzig und den BVB warfen selbst Rote Karten vor der Pause die Werkself nicht um, die beide Partien sogar hätte gewinnen können. Das Stehvermögen: Nach der 75. Minute kassierte Bayer noch keinen Gegentreffer, traf aber selbst schon sechsmal. „Die Mannschaft ist fit“, lobt Boldt. In der Vorsaison hielten sich nach der 75. Minute Tore und Gegentore die Waage (15:15). „Es läuft in die richtige Richtung“, urteilt der Manager, Boldt fordert aber direkt: „So müssen wir weitermachen. Nachlegen!“ Gegen Angstgegner Bremen. In den vergangenen vier Pflichtspielen gegen Werder kam Bayer zu Hause nur zu zwei Unentschieden. Boldt warnt: „Die haben auch einen kleinen Lauf.“ Dieser muss enden, damit in Leverkusens Serie kein neuer Schönheitsfehler auftaucht.

Diese 84. Minute im SignalIduna-Park sagt über das Erfolgsgeheimnis von Florian Kohfeldt wohl mehr aus als alle Lobeshymnen seiner Profis. Um die 2:1-Führung zu sichern, nahm Werders Trainer den Angreifer Florian Kainz vom Feld und brachte den Verteidiger Robert Bauer. So weit nicht ungewöhnlich. Und doch aufsehenerregend. Denn: Kainz war erst im Laufe der Partie für den verletzten Fin Bartels gekommen und erlebte nun die sprichtwörtliche „Höchststrafe“. Eine solche Maßnahme kostet Überwindung, auch Kohfeldt: „Ich weiß, wie es nach außen und vor allem für den Spieler wirkt.“ Aber: „Im Endeffekt geht es darum, Spiele zu gewinnen. Ich hatte keine andere Möglichkeit, noch mal einen laufstarken Spieler wie Robert zu bringen, ohne hinten Stabilität rauszunehmen.“ Diese Konsequenz, mit der Kohfeldt Werder auf Kurs bringt, ist gerade für einen ChefNovizen äußerst bemerkenswert. Der 35-Jährige vermittelt den Eindruck, souverän über den Dingen zu stehen. Mehr Führungsstärke hätte auch ein, nach der Trennung von Alexander Nouri vielfach ge forderter, erfahrener Fußballlehrer nicht verkörpern können. Sachentscheidungen trifft Youngster Kohfeldt kompromisslos, ohne Rücksicht auf persönliche Befindlichkeiten. Seien es die seiner Profis oder die eigenen. Kohfeldt zeichnet es aus, im Dienst der Sache keine Härtefälle und Kon flikte zu scheuen. Verständnis und Respekt angesichts der jeweiligen Einzelschicksale gehen darüber dennoch nicht verloren.

Sei es gegenüber Lamine Sané und Robert Bauer, die ihre Stammplätze verloren, oder nun bei Kainz. Gleich nach der Auswechslung nahm Kohfeldt den Österreicher in den Arm: „Es ging nicht um die Leistung, sondern darum, das Ding über die Zeit zu bringen. Wie Kainzi das aufnimmt, finde ich überragend.“ Kohfeldts Weiterbeschäftigung über den Winter hinaus darf getrost als Formsache abgehakt werden. Auch wenn offiziell am Zeitplan mit einer Entscheidung erst nach dem Pokalspiel gegen Freiburg festgehalten werden soll. Für Kohfeldt spricht einfach alles: Persönlichkeit, die auf der geschilderten Geradlinigkeit beruht, taktisches Geschick und Spielkultur – sowie die Resultate. In zehn Partien unter Nouri hatte Werder fünf Zähler geholt, unter Kohfeldt sind es schon neun Punkte aus fünf Spielen. Sein Mindestziel bis Weihnachten ist damit vorzeitig erreicht. Einmal mehr bewies der Trainer ergebnis- orientierte Flexibilität in puncto System und Personal, diesmal mit Philipp Bargfrede als zentraler Figur einer Abwehr-Dreierkette. Der etatmäßige Sechser erhielt den Vorzug vor Innenverteidiger Lamine Sané, den seit Freitag eine Grippe plagte. Bargfrede hatte die Rolle schon einmal gespielt: im Oktober 2015 beim 0:1 gegen Bayern unter Cheftrainer Viktor Skripnik. „Daran haben wir uns gemeinsam erinnert“, sagt Kohfeldt und findet: „Ein guter Moment, Viktor positiv zu erwähnen. Das hat er verdient, er hatte viele gute Ideen.“ Nicht zuletzt die, dem Assistenten Kohfeldt damals den Weg ins Profigeschäft zu ebnen.

FC Schalke 04 gegen FC Augsburg im Livestream am 13.12.2017

Bei seiner Analyse kurz nach Spielschluss sagte Daniel Caligiuri, Schalke habe „ein gutes Spiel gemacht – ab der 15. Minute“. Weshalb er die Anfangsviertelstunde bewusst hervorhob, hatte einen Grund: Trainer Domenico Tedesco überraschte mit seiner Startformation, die er im 4-1-4-1 anordnete. Schnell wurde aber klar, dass diese Ausrichtung nicht zum Erfolg führen würde. Tedesco korrigierte seine Vorgabe rasch. Später erläuterte er im Detail die Hintergründe. „Wir haben uns vom 4-1-4-1 einen sehr guten Zugriff versprochen, wenn Gladbach mit zwei Innenverteidigern eröffnet und wir vorne mit einem Stürmer anlaufen“, sagte Tedesco. Der Stürmer – in diesem Fall Franco di Santo, Schalkes aktuell erfolgreichster Torschütze Guido Burgstaller saß nur auf der Bank – erhielt zusätzlich Unterstützung von den zentralen Mittelfeldspielern. Speziell Weston McKennie hielt sich auffallend weit vorne auf. Beim Blick auf die eigene Defensive wollte Schalke insbesondere Lars Stindl und Raffael im Zaum halten, die „keine typischen Stoßstürmer sind, sondern eher Spieler, die sich Richtung Mittelfeld wegschleichen“, sagte Tedesco. Gladbach habe dann aber „doch etwas anders agiert, als wir sie eigentlich erwartet hatten“ – die Borussia formierte sich in der Abwehr überraschend mannstark.

Tedesco: „Das Problem hatten wir nicht in unserer Viererabwehrkette, sondern vorne beim Anlaufen. Deshalb mussten wir relativ schnell umstellen.“ Die spontane Neuausrichtung (3-5-2) war „kein Problem, weil wir bereits jene Spieler auf dem Feld hatten, um direkt auch das andere System anwenden zu können“. Zu diesen Spielern zählte Breel Embolo, der im rechten Mittelfeld begann. Also auf einer Position, die er sicher nicht oft bekleiden wird – völlig unabhängig von seinem aktuellen Leistungsstand. „Die Power fehlt ihm vielleicht noch etwas, aber ich bin überzeugt, dass der Panzer bald wieder zurück ist“, sagte Caligiuri. „Breel ist eine Waffe, das merkt man auch im Training ständig. Wenn man gegen ihn prallt, ist es so, als würde man gegen einen Zug prallen.“ Grundsätzlich habe Tedescos 4-1-4-1-Plan „gepasst“, sagte Naldo. Was fehlte, war der Zugriff. Caligiuri meinte: „Der Trainer hat ein überragendes Auge und sieht sofort, wo Problemzonen sein könnten – offensiv wie defensiv.“ Sportvorstand Christian Heidel lobte auch die Spieler: „Es ist eine große Leistung, dass wir quasi per Knopfdruck die Taktik ändern können und niemand Probleme hat, plötzlich eine andere Rolle einzunehmen. Wir haben eine klasse zweite Hälfte gespielt und waren dem Sieg am Ende vielleicht sogar näher als Gladbach.“ Er habe „selten so eine Rettungsaktion gesehen wie von Matthias Ginter“, sagte Heidel in Anspielung auf Ginters sagenhafte Klärung per Kopf nach einem Schuss von Thilo Kehrer (31.). „Auf der anderen Seite hatten wir zum Schluss die große Torchance durch Burgstaller.“

Spiele gegen Hertha BSC sind für den FC Augsburg meistens eine zähe Angelegenheit. In den bisherigen acht Duellen mit den Berlinern war den Schwaben gerade mal ein Tor gelungen. Es war Paul Verhaegh, der am sechsten Spieltag der Saison 2014/15 per Elfmeter das einzige Tor erzielte. Ansonsten biss sich der FCA am Hauptstadtklub regelmäßig die Zähne aus. Auch am Sonntagabend beim neunten Aufeinandertreffen sah es lange so aus, dass es so bleiben sollte. Trotz bester Torchancen gelang der Mannschaft von Manuel Baum kein Treffer. Caiuby (dreimal alleine er), Heller, Koo oder Gouweleeuw – sie alle scheiterten trotz bester Möglichkeiten. Der Augsburger Hertha-Fluch hielt – bis Caiuby spät seine vierte Großchance nutzte. Ausgerechnet der Brasilianer traf zum 1:0. Denn nach einem grenzwertigen Einsteigen gegen Mitchell Weiser war Gelb für den späteren Torschützen gerade so vertretbar. Mit dem Tor hielt die Augsburger Serie. Das Team traf in den letzten 16 Heimspielen immer– das ist Vereinsrekord. Doch der späte Berliner Gegentreffer vermieste dem FCA das Feiern. Statt auf Platz 4 landete die Mannschaft von Manuel Baum nun auf Rang 7.

Das Spiel gegen Berlin war ein weiterer Beleg dafür, dass Augsburg durchaus die Qualitäten für einen Platz im oberen Drittel hat, bei der Chancenverwertung und der Abgezocktheit muss das Team allerdings noch dazulernen. Mit derzeit 23 Punkten nach 15 Spielen verpasst das Team derzeit nur knapp das Punktepolster aus der erfolgreichen Saison 2014/15, als man sich für die Europa League qualifizierte (damals 24 Zähler). Der Sprung nach Europa könnte auch in dieser Saison ein Thema werden. Doch so weit will Baum im Moment nicht denken. „Das spielt in unseren Köpfen keine Rolle“, betont der Trainer immer wieder. Sein Motto: „Wir schauen nicht nach oben oder nach unten, sondern nach vorne.“ Der Blick richtet sich nun also auf die Partie gegen Schalke am Mittwoch. Der Dritte empfängt den Siebten. Es sind nur drei Punkte, die Augsburg von Schalke trennen. Auch weil man mit Philipp Max weiter den besten Vorbereiter der Liga in seinen Reihen hat. Die Flanke bei Caiubys 1:0 war bereits sein achter Assist. Auf der rechten Seite musste Baum dafür die komplette Seite umbauen. Hinter Marcel Heller spielte Raphael Framberger. Er kam zu seinem dritten StartelfEinsatz nach dreimonatiger Verletzungspause (Kniereizung) und zeigte eine solide Leistung.

Hertha BSC gegen Hannover 96 im Livestream am 13.12.2017

An der Bedeutung der Dienstreise bestand kein Zweifel. Ein „ganz wichtiges Spiel“ nannte Pal Dardai die Begegnung beim FC Augsburg und räumte im Vorfeld ein: „Wir sind schon ein bisschen unter Druck. Wir haben 17 Punkte und wollen die 20 erreichen innerhalb der nächsten zwei Spiele“, mehr noch: „Der Plan ist vier Punkte.“ Er kann, so viel steht vorm Heimspiel gegen Hannover am Mittwoch fest, noch aufgehen. Mit dem späten Ausgleich in Augsburg nach einem durchwachsenen Auftritt gelang zumindest das Minimalziel, ein Punkt. „Von unserer Seite war das körperlich und mental nicht in Ordnung“, tadelte Dardai nach dem Spiel. „Wir haben offensiv nichts gezeigt, waren nicht fit und haben nur reagiert. Wir müssen überprüfen, wie das sein kann.“ Im sechsten Spiel gegen Augsburg unter Dardai kassierte Hertha erstmals ein Tor, kam aber wie schon bei den Punktgewinnen in Freiburg (1:1) oder Wolfsburg (3:3) auswärts erneut zurück. Mann des Tages war der eingewechselte Salomon Kalou. Nach zuletzt schwierigen Wochen traf der Ivorer als Joker, schon vor dem Spiel hatte Dardai prophezeit: „Es kommt der Moment, wo wir ihn brauchen.“ In Augsburg kam er. Auf die Bodenverhältnisse hatte der Coach vor Spielbeginn reagiert und den für die Startelf vorgesehe nen Arne Maier gestrichen. „Er war eingeplant und hat gelitten“, so Dardai. „Aber bei so einem Boden ist ein zweikampfstarker Spieler besser.“ Niklas Stark bekam den Vorzug – und gewann den entscheidenden Zweikampf vor dem Ausgleich. Nach dem Ende der Europatournee, die zwar Erfahrungswerte, aber zu wenig Ertrag brachte, können sich die Berliner auf die Bundesliga konzentrieren – und müssen sich straffen. „Wir haben ein schwieriges Jahr, wie es aussieht“, sagte Dardai. „Das müssen wir überleben.“ Der Punkt vom Sonntag hilft dabei.

Und wieder einmal brachte es in Hannover die richtige Strategie, auch wenn der ursprüngliche Matchplan zunächst noch nicht ganz funktionierte. Plan B passte schließlich. Passabel, aber nicht zwingend hatte seine Mannschaft im ersten Durchgang agiert. „Wir mussten aber noch nach Möglichkeiten suchen, die zum Erfolg führen“, schilderte Trainer André Breitenreiter die Vorgänge in der Halbzeitpause. „Wir wollten im zweiten Durchgang noch mehr auf die zweiten Bälle gehen, noch mehr den langen Ball auf Niclas Füllkrug suchen.“ Gesagt, getan – gewonnen. Einer jener ersten langen Bälle, hereingebracht von Ihlas Bebou, fand den langen Salif Sané, der per Kopf kurz ablegte – auf Füllkrug, der einschoss. „Da kommen Glücksgefühle auf“, freute sich der Torschütze über die aufgegangene Rechnung mit dem auch wegen der winterlichen Verhältnisse leicht angepassten 96-Spielstil nach der Pause. „Wir haben nun mal vorne eine ganz gute Wucht. Es ging nur über die Zweikämpfe. Mir hat das nichts ausgemacht, auch ab und zu mal Eis am Fuß zu haben – ich bin ein Schneekind, im Februar geboren.“ Über das Erfolgserlebnis nach der kleinen Durststrecke freute sich auch Breitenreiter, vor allem mit Blick auf das Etappenziel. Nach dem glänzenden Start in die Saison war in Hannover zwischenzeitlich schließlich einmal die Wunschmarke von „20 Punkten plus x“ zur Halbserie formuliert worden.

Angesichts des hohen Aufwands, immer dicht am Limit agieren zu müssen, sei es wichtig, möglichst früh in der Saison auch möglichst viel Ertrag zu erzielen, um den Abstand nach unten zu vergrößern. „Dass wir dies nun mit einem x, das momentan bei zwei Punkten liegt, erreichen, macht uns glücklich“, merkte Breitenreiter spürbar zufrieden an. „Es war eine Energieleistung, bei der die Mannschaft aufgezeigt hat, welche Moral sie besitzt.“ Voll im Soll. Da passt perfekt, dass sich auch ein vermeintliches Sorgenkind eindrucksvoll zurückmeldete. Seit dem 1:2 in Mönchengladbach hatte Martin Harnik nicht mehr getroffen. Nach zehn langen Wochen sicherte der eigentliche Torschütze vom Dienst nun mit seinem Treffer nach einem geschickten Bogenlauf hart an der Hoffenheimer Abseitslinie mit seinem 2:0 den Sieg und jubelte anschließend entsprechend ausgelassen mit seinem dicken Kumpel Füllkrug. Der wiederum hatte das große Ganze im Blick: „22 Punkte auf der Habenseite – das ist ja schon einmal gut. Das stärkt uns auch für die nächsten Spiele. Wir haben noch zwei gute Gegner vor der Brust, aber nichts zu verlieren. Wir können weiter punkten, gerade hier zu Hause.“ Wo es abschließend gegen Leverkusen geht, zuvor wartet die Auswärtsaufgabe bei Hertha BSC. Danach wird sich der Aufsteiger mutmaßlich entspannt die Tabelle nach der Hinrunde ansehen können. Aber trotzdem auf dem Tep pich bleiben. „Die Punkte sind Gold wert. Für eine Beruhigung ist aber der Monat einfach zu früh“, so Manager Horst Heldt, ein DezemberKind (wurde am Samstag 48) zum nach wie vor engen Tabellenbild. „Wenn wir diesen Abstand hätten und wären jetzt im Mai, dann wäre ich noch deutlich beruhigter.“

Bayern München gegen FC Köln im Livestream am 13.12.2017

Nach halber Strecke vorne zu sein, ist durchaus als Leistung anzuerkennen. Pokale, Geld oder Feierlichkeiten bringt aber auch der Titel der Herbstmeisterschaft nicht ein. Doch Weihnachten und Silvester als Tabellenführer zu genießen, stärkt Laune und Selbstvertrauen. Die Bayern sind es gewohnt. Es ist das 23. Mal, dass sie nach der Hinrunde vorne stehen werden. Meist ging damit auch der spätere Titelgewinn einher. Erst dreimal wurden die Bayern in der Historie als Herbstmeister noch überholt. Es ist 47 Jahre her, dass es das erste Mal passierte – damals vor allem wegen eines Mannes: Jupp Heynckes. Im Dezember 1970 noch vor ne, wurden die Bayern ein halbes Jahr später von Mönchengladbach überholt, weil die am letzten Spieltag dank zweier Tore von Heynckes in Frankfurt 3:1 gewannen. Dass Ähnliches im Mai 2018 noch passieren könnte, das glaubt so wirklich keiner mehr, auch wenn noch 19 Spiele zu spielen sind. Bayern beherrscht die Liga wieder, und das hat eine Menge mit Jupp Heynckes zu tun. Zur Erinnerung: Als er seinen Dienst vor zwei Monaten antrat, da war Bayern fünf Punkte hinter Dortmund, punktgleich mit Hoffenheim und hatte nur einen Zähler mehr als Leipzig. Mittlerweile lesen sich die Abstände so: 13 Punkte vor dem BVB, 12 vor Hoffenheim und acht vor Leipzig, dem aktuell Zweitplatzierten.

Heynckes darf sich feiern lassen. Er sagt zu seinem ersten Titel: „Die Herbstmeisterschaft ist nicht von Bedeutung. Wichtig ist, dass wir Fahrt aufgenommen haben, aber natürlich ist das Tabellenbild sehr erfreulich, auch der Punktevorsprung. Das leugnen wir nicht, aber deswegen schießen wir keine Raketen ab.“ Heynckes hat dem Team einen neuen Stil verpasst. Unter Pep Guardiola und Carlo Ancelotti hatte es in den mehr als vier Jahren seit 2013 kein Spiel in der Bundesliga gegeben, in dem Bayern weniger Ballbesitz hatte als der Gegner. In Frankfurt passierte dies nun erstmals wieder. Ein klares Indiz für die realistische und effektive Spielweise der Bayern. Sie stehen kompakter, orientieren sich mehr am Gegner. Der Effekt lässt sich in Zahlen ablesen: Das Team ist nicht nur weniger in Ballbesitz als zu Zeiten von Carlo Ancelotti, sondern es läuft mehr, lässt weniger Chancen zu, erspielt sich aber auch weniger Chancen. Mehr Sicherheit statt Risiko. Schon im Spiel gegen Paris langten vier Chancen für drei Tore, auch in Frankfurt erspielte sich das Team lediglich zwei gute Gelegenheiten – es reichte, weil hinten die Null steht. Das Team hat nicht nur spielerische Lösungen parat. Bayern kann auch rustikal. „Es hat viel Spaß gemacht, auch mal unsere Fighter-Mentalität rauszukehren“, betonte Thomas Müller. „Wir haben uns gepusht, uns in die Zweikämpfe geworfen. Das zeigt, dass wir es anders können, und das kann für die Zukunft entscheidend sein.“

Ein Winter-Sonntag in Köln-Müngersdorf, ein Fußballspiel, eine 3:0-Führung und dann das: Mit dem Schnee schmilzt die Zuversicht, mit der Zuversicht die Souveränität, mit der Souveränität der allerletzte Rest von Klasse. Aus 3:0 mach’ 3:4 – eine allzu leichte Übung für den 1. FC Köln in dieser Saison. Der Klub schrieb am Sonntag ein weiteres trauriges Kapitel in einem dicken Buch, das heißt: „Ein Verein zerlegt sich selbst.“ Es ist ein Buch, das zu schreiben vor Monaten nie ein Mensch auf die Idee gekommen wäre. Zu abwegig und unwahrscheinlich wäre das Sujet gewesen, komplett surreal eigentlich – und doch ist alles Böse eingetroffen. Als würde für alle Sünden der Vergangenheit schon jetzt die Rechnung auf einmal präsentiert. Der stolze 1. FC Köln, er präsentiert sich in diesen Tagen wie ein Gemälde von Salvador Dali – alles zerfließt, nichts mehr spielt wirklich eine Rolle, selbst ein Drei-Tore-Vorsprung gleitet diesen Profis aus den Händen. Zwölf Punkte Rückstand auf Platz 16 – es wartet nun ein langer, langsamer Bundesliga-Tod auf diesen aktuell nicht wettbewerbsfähigen Verein. Und wie schmerzhaft der sein wird, das wird entscheidend beeinflussen, wie es in den kommenden Jahren weitergeht. Für jetzt kann es nur heißen: „Das war’s dann!“ Dominique Heintz skizzierte ein Rettungsszenario und wusste selbst, wie unwahrscheinlich es anmutet: „Wir müssten jetzt ja eine Serie von zehn oder elf Siegen hinlegen.“ Wer glaubt daran angesichts des erbärmlichen Zustandes dieses Kaders, der sich seit Wochen krank an Haupt und Gliedern präsentiert, völlig aufgerieben von den Anforderungen des Alltags und im Übrigen saumäßig zusammengeschustert?

Aktuell schmückt der FC die Spitze der Statistik, die den schlechtesten Bundesligaverein der Ligageschichte nach 15 Spieltagen ausweist: drei Punkte, kein Sieg – Tasmania Berlin ist überflügelt. Sechs Spieltage vor Saisonende 1965/66 waren die Berliner rechnerisch abgestiegen; diese Marke nicht zu knacken, bleibt als Ziel. Die Verpflichtung von Armin Veh als Geschäftsführer Sport sollte nicht einhergehen mit Durchhalteparolen. Vielmehr muss ein klarer und logischer Plan her, in dem bis auf den letzten Cent ausgerechnet ist, wie der 1. FC Köln 2019 wieder in die Bundesliga aufsteigen kann. Der Vorstand um Präsident Werner Spinner wandte sich am Sonntag nach dem Spiel via Homepage an die immer lauter rumorenden Fans: „(...) haben wir dadurch zu spät realisiert, dass das erfolgreiche Duo Jörg Schmadtke und Peter Stöger (....) nicht mehr funktioniert – mit allen Konsequenzen, die dies bis heute hat, von Transfer- und Kaderentscheidungen bis zur Zahl der Verletzungen.“ Weiter heißt es: „Wir hätten genauer hinschauen und früher eingreifen müssen. Nach dem Ausscheiden von Jörg Schmadtke haben wir (...) intern die nötige Klarheit und Geschlossenheit vermissen und nach außen ein Bild entstehen lassen, das nicht zu dem 1. FC Köln passt, für den wir seit 2012 stehen. In der Krise haben wir nicht mehr so souverän agiert, wie es unser Anspruch ist. Das kreiden wir uns ganz persönlich an, und wir bedauern es.“ Deshalb sei Kritik an der Amtsführung auch berechtigt, so lange sie nicht ins Persönliche abgleitet. Ist Selbsterkenntnis tatsächlich der erste Schritt auf dem Weg zur Besserung und werden diese Zeilen mit Leben erfüllt, dann kann der schwere Betriebsunfall möglicherweise repariert werden. Das Versprechen des Präsidiums, die Arbeit aufzunehmen und den Schaden wieder gutzumachen, steht auf jeden Fall: „Nicht mit einem ,Weiter so’, sondern mit einer klaren Analyse all dessen, was falsch gelaufen ist.“ Es wird ein hartes Stück Arbeit.

TSG Hoffenheim gegen VfB Stuttgart im Livestream am 13.12.2017

Auch in Hannover fehlte Sandro Wagner im Aufgebot der TSG. Der Nationalstürmer laboriert nach wie vor an Adduktorenproblemen. Am Donnerstag hatte Trainer Julian Nagelsmann noch formuliert, Wagner komme für das Spiel in Hannover „infrage, aber ganz beschwerdefrei ist er noch nicht“. Im selben Atemzug kündigte er den bevorstehenden Wechsel des 30-jährigen Angreifers zum FC Bayern an: „Ich gehe davon aus, dass es in den nächsten ein bis zwei Wochen über die Bühne geht.“ Womöglich gibt es da einen Zusammenhang. Ist das Kapitel Wagner in Hoffenheim längst abgeschlossen? Weil Nagelsmann oh nehin nicht mehr mit ihm planen kann? Und weil auch der gerade vom Spieler herbeigesehnte Transfer nicht mehr durch eine Verletzung gefährdet werden soll? Die Wahrscheinlichkeit, dass der gebürtige Münchner kein „Abschiedsspiel“ mehr bekommt, ist jedenfalls sehr groß. Zumal Nagelsmann zuletzt gegen RB Leipzig und in Hannover auf schnelle, wendige Spitzen setzte – und mit Adam Szalai auch noch einen Stürmer Marke Wagner im Kader hat. Demnach hätte Wagner beim Hamburg SV (0:3) sein letztes Spiel im TSG- Trikot absolviert und zuvor in Köln (3:0) seine letzten beiden Treffer für die Kraichgauer erzielt.

Vor einigen Monaten, genauer gesagt im Trainingslager im Stubaital, wurde viel über die Wucht gesprochen, die die beiden Angreifer Simon Terodde und Daniel Ginczek für den VfB Stuttgart auf den Platz bringen. Damals betonte Hannes Wolf aber: „Tassos hat auch Wucht.“ Vielleicht ist Anastasios Donis für die zwei verbleibenden Bundesligapartien der Schwaben in 2017 die Lösung in der Spitze. Denn Ginczek (Muskelfaser- riss in den Adduktoren) wird in diesem Jahr nicht mehr auflaufen, wie der Trainer am Samstag bestätigte. Und Terodde kommt eben nicht in diese Abschlusspositionen, die ihn im Unterhaus so wertvoll machten, was zweifelsohne nicht nur, aber eben auch an ihm liegt. Der 29-Jährige ist kein Tiefensprinter, doch gerade diese Komponente dürfte in Hoffenheim und gegen die Bayern, wo der VfB nicht in den Verdacht kommen wird, das Spiel machen zu müssen, die vielversprechendste Option sein. Dazu ist der Grieche eben doch körperlich präsenter als der stets an der Abseitslinie lauernde – und sie nicht selten übertretende – Takuma Asano. Gut möglich, dass er anders als am Freitag nicht im Halbraum oder auf dem Flügel, sondern erstmals an vorderster Front aufläuft. Ein Tiefensprinter mit Wucht, um den Druck zu entfalten, der dem VfB Stuttgart gegen Leverkusen über 70 Minuten abging. Kein Druck – das gilt für Stuttgart in zweifacher Hinsicht, nämlich auch mit Blick auf das Hinrundenfinale, das Michael Reschke als „hartes Paket“ bezeichnet. „Die 17 Punkte sind schon eine sehr gute Bilanz. Wir wissen aber, dass es schwer wird, bis zum Jahresende weitere zu holen“, sagt der Sportvorstand.

Steht diese Anzahl an Zählern auch zum Weihnachtsfest, sähe das zwar nicht mehr ganz so rosig aus dochinsgesamt läge man als Aufsteiger zumindest im Soll, auch wenn die magische Grenze von 20 Punkten zur Saisonhalbzeit verfehlt werden würde. Noch agiert der VfB also ohne Druck, worin freilich auch eine Chance liegen kann. Zum Beispiel, um nach der Heimserie – erstmals in diesem Jahr verliert das Wolf-Team zu Hause – auch die Auswärtsserie zu beenden. Denn in der Fremde gelang eben seit der Rückkehr in die Beletage kein Sieg. „Es gibt eine Chance, da was zu holen“, sagt Wolf zum anstehenden Spiel bei der TSG. „Donnerstag, Sonntag, Mittwoch – sie haben ein krasses Programm“, so der 36-Jährige. Dass er bislang nur vor eigenem Publikum jubeln durfte, liegt auch daran, dass es seiner Mannschaft auswärts besonders schwerfällt, Druck auszuüben. Nur viermal traf sie in der Fremde, insgesamt 13 Tore sind ein überschaubarer Wert, weshalb es auch kein Wunder ist, das Reschke nach Verstärkungen für die Spitze fahndet. Bei Maximiliano Romero ist er allerdings ausgestiegen, wenngleich der Argentinier gegenüber lokalen Medien die Aussage getätigt haben soll, dass er mit seiner Familie nach Deutschland gehen werde. Der von Sergio Zarate beratene Angreifer war diesbezüglich jedoch etwas voreilig. Das Rennen wird vielmehr die PSV Eindhoven machen. Auch weil der VfB finanzielle Vernunft walten lässt. Die Niederländer bieten eine enorme Summe, die Rede ist von über zwölf Millionen Euro. Und der Klub des 18-Jährigen, Velez Sarsfield, spricht ein gehöriges Wörtchen mit beim Transfer … „Das ist bitter“, erklärte Reschke, „wir sind nicht nur bis an die finanzielle Schmerzgrenze gegangen, sondern in einem vertretbaren Maße darüber hinaus.“ Ergo orientiert er sich neu. Den Spielraum erhöhen würden Abgänge, beispielsweise im dicht besetzten Mittelfeldzentrum, wo für Ebenezer Ofori lose Leihanfragen vorliegen.

FSV Mainz gegen Borussia Dortmund im Livestream am 12.12.2017
Dienstag, 12. Dezember 2017

Das Wort „ausgerechnet“ wird fast schon inflationär benutzt. Im Fall Emil Berggreens aber trifft es zu. Denn ausgerechnet der zwei Jahre lang verletzte Däne durchbricht die seltsame Mainzer Torserie. Bis einschließlich zum 1:1 von Robin Quaison wurden bei Mainz 05 die letzten elf Treffer durch elf verschiedene Spieler erzielt. Berggreen, der in den letzten drei Partien nur 91 Minuten auf dem Feld stand, traf nun zum zweiten Mal. Er zeigt, was den Rheinhessen neben Yoshinori Muto im Angriff bislang fehlte: ein echter Strafraumstürmer. „Sensationell, Emil ist richtig gut“, schwärmt Trainer Sandro Schwarz. In kürzester Zeit hat Berggreen einen wichtigen Part in der Mannschaft eingenommen. Mit Folgen für Kenan Kodro. Denn der im Sommer als Back-up für Muto geholte 24-Jährige rutscht in der Stürmerhierarchie auf drei ab. Zudem sucht Mainz 05 nach einem weiteren Angreifer, der schon zur Rückrunde helfen soll. Findet der FSV eine solche – deutliche – Verstärkung, würden die Verantwortlichen Kodro verleihen. Der gebürtige Spanier mit bosnischen Wurzeln wäre vermutlich nicht der einzige Abgang im Winter.

Auf Rouven Schröders Liste stehen noch mindestens drei weitere Namen aus dem eigenen Kader, mit denen sich der Sportchef beschäftigen wird: Fabian Frei, der vor zweieinhalb Jahren vom FC Basel kam, könnte schon bald zu seinem Ex-Verein zurückkehren. Die Schweizer haben ihr Interesse bekundet, die Verhandlungen laufen. Gespräche werden auch in der Personalie Jairo geführt. Der 24-Jährige, dessen Vertrag 2018 ausläuft, suchte schon im Sommer das Weite. Sein Transfer zu Hannover aber zerschlug sich kurzfristig, in der Hinrunde konnte sich der Spanier nicht nachhaltig beweisen, deshalb erhält er im Winter die nächste Möglichkeit zu einem Wechsel. Es muss nur der richtige Abnehmer gefunden werden. Es kommen sowohl die Bundesliga als auch das Ausland infrage. Ähnliches gilt für Philipp Klement. Der 25-Jährige war letztes Jahr von Ex-Coach Martin Schmidt in die U 23 verbannt worden, kam aber auch unter Trainer Schwarz nicht zum Zug. Sein Arbeitspapier läuft am Saisonende aus, damit wäre ein Wechsel im Winter die einzige Möglichkeit, noch etwas Geld für ihn zu kassieren. Neben all den Personalplanungen und den Unruhen in der Führungsetage will Schröder aber den Fußball in den Fokus rücken, schließlich gastiert Dortmund am Dienstag mit NeuCoach Peter Stöger in Mainz.

Gerade einmal 56,5 Stunden liegen zwischen Peter Stögers Vorstellung als neuer BVB-Trainer und seinem ersten Pflichtspiel im neuen Amt. Zeit ist also ein knappes Gut in diesen Tagen für den 51-Jährigen, dem am Sonntag noch dazu das Winterwetter einen Strich durch die eigentliche Rechnung machte. Um 15 Uhr wollte Stöger seine Mannschaft auf dem Rasen zur ersten – und gleichzeitig vorletzten – Einheit vor dem Auswärtsspiel in Mainz versammeln, doch das dichte Schneetreiben ließ nur individuelles Arbeiten in der Fitnesshalle zu. So bleibt dem Österreicher nur noch die Abschlusseinheit am Montag, um sein neues Team aus direkter Nähe in Aktion zu erleben. Aufgrund des kurzen Intervalls zwischen der Entlassung seines Vorgängers Peter Bosz, Stögers Dienstantritt und seinem ersten Pflichtspiel blieb auch noch keine Gelegenheit, „Personal- oder Kaderfragen zu besprechen“, sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc am Sonntag. Ansprüche habe Stöger keine gestellt vor seiner Verpflichtung. „Er will die nächsten zehn Tage nutzen, um seine Mannschaft auf dem Platz kennenzulernen.“ Auch die bereits abgeschlossenen Planungen der kurzen Winterpause akzeptierte Stöger ohne Vorbehalte. Vom 3. bis 9. Januar wird der Österreicher demnach mit seinem neuen Team ins Trainingslager nach Marbella reisen. Zeit wird auch dort ein knappes Gut sein. Immerhin: Schnee ist an Spaniens Costa del Sol nicht zu erwarten.

Hamburger SV gegen Eintracht Frankfurt im Livestream am 12.12.2017

Nein, Jens Todt hat wenig Widerspruch zu befürchten, auch wenn er den zarten Fortschritt noch ein wenig überschwänglicher verkauft, als dieser sich tatsächlich darstellt. „Fußballerisch“, sagt Hamburgs Sportchef, „sehe ich einen himmelweiten Unterschied zur Vorsaison, es ist eine klare Entwicklung da.“ Das Problem ist: Sie ist nicht an der Tabelle ablesbar. Durch die Auswärtssiege von Bremen und Freiburg ist der direkte Abstiegsplatz nur noch einen Zähler entfernt, mit dem Sechzehnten ist der HSV seit Sonntag punktgleich – und damit vor Teil zwei des HeimspielDoppelpacks am Dienstag gegen Frankfurt gewaltig unter Zugzwang. 18 Zähler zu Weihnachten hatte Heribert Bruchhagen vor Wochen zum Wunschziel erklärt. Durch einen Sieg gegen die Hessen könnten die HSV-Profis diese Vorgabe rund um das einjährige Dienstjubiläums des Vorstandschefs bereits erreichen – und blieben dennoch in akuter Gefahr. „Wir entwickeln uns Schritt für Schritt weiter“, findet der 69-Jährige. Doch die kleinen Schritte reichen nicht für eine sorgenfreie Saison, nachdem der zwischenzeitliche Negativlauf mit nur einem Zähler aus acht Partien tabellarisch Alarmzustand ausgelöst hatte. Seitdem freilich ist unbestritten etwas passiert. Der HSV sammelte nicht nur acht Punkte in vier Partien, er blieb zuletzt auch dreimal in Folge ohne Gegentor, gestattete Wolfsburg nicht eine einzige Torchance – das gelang in den zurückliegenden zehn Jahren bislang nur einmal (beim 3:0 in Mönchengladbach am vierten Spieltag der Saison 2015/16). „Von hinten“, sagt Torwart Christian Mathenia, „sieht es richtig gut und geordnet aus, alle verteidigen zusammen. Ich habe nicht einen Ball aufs Tor bekommen.“ Mergim Mavraj, nach monatelangem Tief maßgeblich beteiligt an der Stabilität, führt diese auf die Rückkehr zu den Tugenden der Rückrunde der Vorsaison zurück: „Wir sind kompakt und kompromisslos. Diese Attribute haben uns in der vergangenen Saison geholfen.“

Hinzu kam insbesondere in den Heimspielen eine ausgesprochene Effektivität vor dem gegnerischen Tor. Diese ist augenblicklich jedoch selbst dem erfrischenden Youngster Jann-Fiete Arp abhandengekommen. Seit vier Partien wartet der 17-Jährige auf ein Tor und räumt ein, dass die Flaute an ihm nagt: „Dass wir jetzt als Mannschaft zum zweiten Mal nacheinander kein Tor geschossen haben, stört mich.“ Weil Kompaktheit allein keine Sicherheit in der Tabelle beschert. „In der Offensive“, sagt Arp, „haben wir einen ganz anderen Auftritt als beim 0:0 in Freiburg hingelegt, gegen Frankfurt muss es nun auch mit den drei Punkten klappen.“ Dann erwägt Markus Gisdol „vielleicht den einen oder anderen Wechsel“, obwohl er am Sonntag auch betonte, dass die Frische stimme. „Aber wir wollen nochmal mit richtig Power spielen.“ Wechselmöglichkeiten bieten sich ihm durch Gotoku Sakai, der auf der Doppelsechs am Samstag gegenüber Walace das Nachsehen hatte, auch Albin Ekdal feierte gegen den VfL ein Kurz-Comeback. In der Offensive fehlen Tatsuya Ito derzeit Frische und Leichtigkeit der ersten Wochen; André Hahn und Luca Waldschmidt wären Alternativen für die rechte Außenbahn. Offen bleibt, ob Bobby Wood eine weitere Option ist: Am Wochenende hatte der Angreifer wegen seiner immer wieder auftretenden Kniereizung im Kader gefehlt.

In den meisten Fällen klingt es ziemlich abgedroschen, wenn Profis und Verantwortliche nach einer Niederlage davon sprechen, dass man aus dem Spiel auch etwas Positives mitnehmen könne. Das 0:1 gegen den FC Bayern taugt aber tatsächlich als Mutmacher für die Partien beim Hamburger SV und gegen Schalke 04. Gelingt es der Eintracht, die Leistung zu bestätigen, wird sie ihr Punktekonto bis Weihnachten wahrscheinlich aufstocken können. „Ich bin sehr stolz und zufrieden. Wir haben über 90 Minuten ein fast perfektes Spiel gemacht, Riesenkompliment an die Mannschaft“, lobte der stärkste Frankfurter Kevin-Prince Boateng und fügte hinzu: „Wir sind gelaufen, haben gekämpft, Fußball gespielt und die Fans mitgenommen. Mehr kann man der Mannschaft nicht abverlangen.“ Auch Niko Kovac zeigte sich sichtlich erfreut über den Auftritt seiner Elf. „Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Die Jungs haben von der ersten bis zur letzten Minute alles gegeben. Wir glauben immer an unsere Chance“, resümierte der Coach. Womöglich hätte die Partie einen völlig anderen Verlauf genommen, wenn Schiedsrichter Harm Osmers Arturo Vidal für sein Foul an Aymen Barkok in der 5. Minute die Rote Karte gezeigt hätte. Ob beim Führungstor ein anderer Spieler den Laufweg des Chilenen gemacht und getroffen hätte?

Sportvorstand Fredi Bobic war nachvollziehbar verärgert: „Der Schiedsrichter hat über weite Phasen ein sehr ordentliches Spiel abgeliefert und viel laufen lassen, aber bei den entscheidenden Situationen lag er komplett falsch. Wenn man eine klare Torchance verhindert, ist es eine Rote Karte, basta, aus. Bei 17 anderen Bundesligisten wäre es Rot gewesen.“ Auch die nicht gegebene Gelb-Rote-Karte in der zweiten Hälfte ärgerte ihn. Was Bobic anregt, um der Schiedsrichter-Krise entgegenzusteuern, erklärte er. Für Freude sorgte die kurz vor dem Anpfiff auf dem Videowürfel bekannt gegebene Vertragsverlängerung von David Abraham. Der Abwehrchef und Vizekapitän unterschrieb bis zum 30. Juni 2021; sein bisheriger Kontrakt lief bis 2019. „David ist maßgeblich daran beteiligt, dass die Defensive mit den vielen neuen Jungs in dieser Saison so schnell zusammengewachsen ist. Aber er ist auch menschlich ein Hauptgewinn für jede Mannschaft“, betont Bobic. Durch die Verlängerung ist es gut möglich, dass Abraham seine Karriere in Frankfurt beendet – 2021 wird der Argentinier 35 Jahre alt.

SC Freiburg gegen Mönchengladbach im Livestream am 12.12.2017

Es beginnt wie in einem Horror- streifen mit allen nötigen Grusel- zutaten – und dem SC Freiburg in der Opferrolle. Dichtes Schneetreiben, verspäteter Anpfiff, gleich danach der erste Nackenschlag. Die SC-Spieler scheinen nicht so recht zu wissen, was um sie herum passiert, Philipp Lienhart rutscht aus – 1:0 für den FC. Es folgt der erste Personenschaden. Der kürzlich von einem Innenbandanriss im linken Knie wiedergenesene Pechvogel Lienhart verletzt sich am anderen Knie, kann nur noch formal für Gleichzahl auf dem Rasen sorgen, als es das zweite Mal einschlägt. Das Eigentor von Caleb Stanko zum 3:0 nach noch nicht einmal 30 Minuten ist so etwas wie die logische Fortsetzung des Schreckensverlaufs aus Breisgauer Sicht. Die Frage drängt sich auf: Was war das denn bisher für ein Auftritt? „Du denkst, du bist im falschen Film“, beschreibt Christian Streich später seine Gefühlslage als zur Untätigkeit verdammter Beobachter. Doch schon nach knapp 20 Minuten sorgt der Freiburger Trainer dafür, dass sich das Genre des Films ändern wird. Die Maßnahme, die Dreierkette aufzulösen und mit Tim Kleindienst früh eine zweiten Stürmer zu bringen, sollte sich letztlich als goldrichtig erweisen.

Das wuchtige 1:3 von Nils Petersen setzt noch vor der Pause das Signal, den Spieß gegen einen kräftemäßig nachlassenden Gegner umzudrehen. In Hälfte zwei agiert fast nur noch der SC, er zeigt trotz des Schneebodens teilweise gar guten Fußball und belohnt sich spät für eine irre Aufholjagd. „Das war nicht nur Glück, wir haben es auch erzwungen. Die Jungs waren nach der Pause hochdominant und haben die Sache grandios gelöst“, lobt Sportvorstand Jochen Saier. Dreifach-Torschütze Petersen gesteht, nach dem 0:3 nicht so recht an einen Erfolg geglaubt zu haben. Doch eine „Leck-mich-am-ArschMentalität“ habe die Elf beflügelt. „Die Jungs haben einen enormen Willen und eine Frustrationstoleranz gezeigt, die über meiner liegt“, sagt Streich und adelt den famosen Teamspirit: „Die Jungs kicken nicht nur miteinander, deren Verhältnis geht weit darüber hinaus …“ Ob dieser surreale erste Auswärtssieg der bisher unglücklichen Freiburger Saison eine nachhaltige Wendung gibt, muss sich zeigen. Zeit zu Freude bleibt sowieso kaum, am Dienstag kommt schon Gladbach. Nicht nur bis dahin wird man sich über diese fast für Hollywood zu kitschige Comeback-Story verwundert die Augen reiben.

Ein bisschen unrund sieht das aus, als Christoph Kramer zur Seitenlinie joggt. Schichtende gegen Schalke nach 80 Minuten. Akku leer beim Dauerläufer, mehr geht nicht nach zehn Tagen praktisch ohne Training nach seiner Schädelprellung, die ihn zuletzt in Wolfsburg zur Pause zwang. „Ich hatte Wade, ich konnte unter der Woche ja nicht mal Fahrradfahren“, gestand der Weltmeister, kaputt und dennoch zufrieden mit dem 1:1 gegen Königsblau, mit dem sich die Fohlen auf Platz 4 festsetzen. „Am Ende standen wir ein bisschen zu tief und hatten nicht mehr die krasse Dominanz wie am Anfang“, befand Kramer, „aber insgesamt war das richtig stark.“ Als Stabilisator hatte er beim 0:3 in Wolfsburg enorm gefehlt; mit ihm im Zentrum stellte sich gleich mehr Struktur ein. Laufstark, stets anspielbar, wuchtig im Zweikampf; mit Kramer gewinnt Borussia in Defensive wie Offensive, auch wenn er sich in der Entstehung des 1:1 von Daniel Caligiuri düpieren ließ. Nun gilt es für die Borussen, bis zum Jahreswechsel Tabellenplatz 4 zu festigen; wie gut für Dieter Hecking, dass sich der Vor-Arbeiter mit einer feinen Leistung zurückmeldete. Und mit seinem ersten Tor nach fast genau drei Jahren: Am 17. Dezember 2014 beim 4:1 gegen Bremen hatte der Mittelfeldspieler letztmals getroffen. Diesmal schlich er sich bei einer Ecke in den unbeachteten Raum vor dem Schalker Tor und vollendete nach Matthias Ginters Kopfball im Stile eines Torjägers. „Ein ungewohntes Gefühl, aber mir hat’s gut gefallen“, berichtete Kramer schmunzelnd.

Am Ende musste er wegen Wadenkrämpfen aufgeben, doch bis zum Dienstag will Kramer wieder voll auf der Höhe sein; unverzichtbar für das Gesamtgefüge ist er in dieser Form. Sein Abgang unter Schmerzen steht freilich ein bisschen symbolisch für Borussias personelle Verfassung im Endspurt 2017, in dem sich die Fohlen frei lich schon jetzt besser positioniert haben als im Vorjahr. Da standen zum Jahreswechsel 16 Punkte nach 16 Spielen, und am Ende wurde Europa knapp verpasst. Jetzt haben sich die Borussen im vorderen Feld etabliert; 25 Punkte sind eine „sehr, sehr gute Ausgangsbasis“, wie Sportdirektor Max Eberl findet. Die personellen Sorgen allerdings werden immer größer; zuletzt fehlten acht Profis, die für die Startelf infrage kämen, und in Freiburg muss Trainer Dieter Hecking auch auf Rechtsverteidiger Nico Elvedi verzichten, der zu Unrecht die fünfte Gelbe Karte sah. „Die Situation“, hatte Hecking schon vor dem Spieltag gesagt, „ist mittlerweile grenzwertig.“ Und fügt nun hinzu: „Jetzt laufen wir wirklich auf der Felge.“ Da auch Tony Jantschke nicht fit wird, könnte Reece Oxford (18), Leihgabe von West Ham und bisher lediglich für eine Minute am zehnten Spieltag auf dem Platz, in Freiburg als Rechtsverteidiger zu seinem Startelf-Debüt kommen.

VfL Wolfsburg gegen RB Leipzig im Livestream am 12.12.2017

Irgendwann reißt er mal, der Geduldsfaden. Sogar so, dass man vor sich selbst erschrickt. Nicht anders erging es Mario Gomez in jener 62. Minute. „Unfassbar, dass mir das passiert ist. Idiotisch von mir.“ Zuvor unaufhörlich gepiesackt von Kyriakos Papadopoulos, hatte er gegen seinen unerbittlichen Widersacher ausgetreten, diesen dabei zwar nicht erwischt, sich aber fraglos unsportlich verhalten – da bis aufs Äußerste gereizt wegen der Rolle des Griechen. „Er geht jede Woche runter und hat nicht einmal eine Gelbe Karte …“ Gomez’ Akti on – ganz menschlich, aber streng nach Regelwerk eben auch strafbar, wenngleich wohl auch begleitet von Frust nach nicht einem einzigen gelungenen Torschuss von ihm an diesem Tag. „Wir haben entweder den letzten Ball nicht gespielt oder ihn nicht verwerten können. Und dann schießt du eben keine Tore. Wir alle vorne hatten nicht diesen Biss.“ Immerhin: „Die Defensive konnte es stabilisieren“, hob Martin Schmidt Positives hervor.

Erkenntnis des Wolfsburger Trainers, unter dessen Regie im elften Spiel erstmals kein Treffer gelang: „Wenn die Offensive mal nicht glänzt, ist die Defensive da. Gut zu sehen: Wir haben die Mentalität, um solch ein Spiel ordentlich zu verteidigen.“ Nur die Basis machte den Coach an diesem Tag glücklich. Zentral mit John Anthony Brooks und Felix Uduokhai sowie auf den Seiten mit Paul Verhaegh und – erstmals von Beginn an links – dem Brasilianer William stand die Deckung trotz der Hamburger Chancenvorteile. Mit Marcel Tisserand und Gian-Luca Itter kommen nun gegen Leipzig zwei kurzzeitige Ausfälle zurück, zudem stand mit Jeffrey Bruma ein Langzeitverletzter erstmals wieder im Kader. Im persönlichen „Champions-League-Spiel“ (Josuha Guilavogui) gegen Europacup-Starter Leipzig soll es am Dienstag auch vorne wieder klappen. Daheim, wo es zuletzt gegen Hertha, Freiburg und Gladbach jeweils drei VfL-Tore gab. „Wir müssen unsere Lehren für das nächste Spiel ziehen und eine Reaktion zeigen“, fordert Schmidt und kündigt ein Angriffsspektakel an. Mit Leipzig komme viel Offensivqualität und Tempo auf sein Team zu. „Aber wenn die einmal den Ball liegen lassen, gibt es für uns Möglichkeiten in die andere Richtung. Da wird es einen offenen Schlagabtausch geben.“

Ralf Rangnick hatte die gravierenden Abwehrschwächen nach ruhenden Bällen schon nach dem 1:2 gegen Besiktas Istanbul angesprochen, am Wochenende war das Thema nach dem zweiten Standard-Doppelpack binnen vier Tagen in aller Munde. „Wenn du im entscheidenden Moment nicht scharf genug bist, da fehlen mir die Worte“, wetterte Kapitän Willi Orban. „Wir sind in meinen Augen nicht bereit, alles zu geben“, schimpfte Yussuf Poulsen. „Es kann nicht sein, dass wir ein Spiel so herschenken“, befand Peter Gulacsi, forderte „eine knallharte Analyse“. Die begann noch am Samstag in der Kabine, als den Profis in einer spontan angesetzten Videoanalyse ihr Versagen beim 2:2 nach einer Ecke vor Augen geführt wurde. „Das war schon in der Entstehung eine Katastrophe, und danach hat die Zuteilung wieder mal nicht gepasst“, so das Urteil von Trainer Ralph Hasenhüttl. Angesprochen fühlen durfte sich der eingewechselte Bruma, der sich den Ball abnehmen ließ, und vor allem Linksverteidiger Bernardo. Dem Brasilianer wurde laut Hasenhüttl „gefühlt 20-mal von außen reingerufen“, dass er bei Standards den eingewechselten Emil Berggreen blocken solle. In der entscheidenden Szene aber orientierte sich der Brasilianer nicht am Gegner, sondern segelte unter dem Ball hindurch. Schon den ersten Gegentreffer hatten die Leipziger durch zu spätes Einschreiten begünstigt, als Robin Quaison den von Gulacsi prächtig parierten Brosinski-Freistoß abstaubte. „Wir werden jetzt richtig den Finger in die Wunde legen“, kündigte Hasenhüttl für die Winterpause ein umfangreiches Nachhilfeprogramm an.

Denn diese Schläfrigkeit ist bei RB inzwischen zu einer gefährlichen Gewohnheit geworden. In der Liga kassierte Leipzig sechs Gegentore nach ruhenden Bällen, in den sechs Champions-League-Partien waren es sogar acht. Nach den klubeigenen Hochrechnungen kosteten die Standardschwächen fünf Zähler in der Königsklasse und sechs Punkte in der Meisterschaft. Auch deshalb haben die Leipziger neun Punkte weniger auf ihrem Konto als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres (und sind trotzdem wieder Zweiter). Mit dem Remis verpassten die Sachsen zudem die Chance auf ein kleines Polster auf Platz 5. Denn gerade dies ist das Ziel in den nächsten sieben Spielen, bis es im internationalen Wettbewerb weitergeht. Rangnick weiß nur zu gut, dass das Überwintern in der Europa League nicht unbedingt ein Segen ist, sondern auch ein Fluch werden kann. „Der DonnerstagSonntag-Rhythmus ist eine zusätzliche Erschwernis und nicht unbedingt förderlich für richtig gute Bundesliga-Spiele und Ergebnisse“, sagt der Sportdirektor. Angesichts der Tatsache, dass RB aus den ungeschlagenen sechs Punktspielen nach einer Champions-League Partie 14 Zähler holte, merkt er aber richtigerweise auch an: „Bisher haben wir bewiesen, dass wir mit der Doppelbelastung sehr gut umgehen können.“ Nur nicht bei Standards.

 
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