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FC Köln - FC Schalke 04 im Livestream am 22.04.2018
Sonntag, 22. April 2018

Der nächste Nackenschlag kam aus Mainz. Durch das 2:0 des FSV am Montag gegen Freiburg könnte am Sonntagabend der sechste Bundesliga-Abstieg des 1. FC Köln bereits feststehen. Selbst ein Remis wäre zu wenig, wenn die Konkurrenten Freiburg, Mainz und Wolfsburg allesamt gewinnen. Fast alles klar also für den Effzeh im Abstiegskampf. Markus Anfang wird somit aller Voraussicht nach einen Zweitligisten übernehmen. Im Unterhaus kennt sich der 43-Jährige, der wie sein Assistent Tom Cichon bis 2021 unterschrieb und nach Medien-Informationen weniger als eine Million Ablöse kostet, bestens aus. Der Ex-Profi (unter anderem Fortuna Düsseldorf, Schalke, Innsbruck, MSV Duisburg) führte Außenseiter Holstein Kiel bis auf Platz 3 und soll den Fußball beim FC reformieren. "Ich bin gebürtiger Kölner. Mir muss also niemand erklären, was es bedeutet, für diesen großartigen Traditionsverein mit diesen Fans zu arbeiten", versichert Anfang.

Natürlich erhält Anfang den klaren Auftrag, ab Juli die Rückkehr in die Bundesliga zu bewältigen, und auch den Fußball, den die Kölner künftig spielen sollen, hat Sportchef Armin Veh bereits umrissen: Mehr Tempo und höhere spielerische Qualität sollen her. Anfang steht mit Aufsteiger Kiel ohnehin für attraktiven Offensiv-Fußball. "Er ist ein Trainer, der einer Mannschaft erkennbar eine Handschrift mit auf den Weg geben kann", lobt Veh den Coach. Ein personeller Umbruch liegt auf der Hand, und derzeit schauen die Verantwortlichen genau hin, wer sich in den verbleibenden vier Spielen noch mal reinhängt, und wer die Saison austrudeln lässt. "Die Fans sehen, dass sich der eine oder andere für den Verein aufreibt, und das respektieren sie", sagte Marco Höger nach der dürftigen Vorstellung beim 1:2 in Berlin. Diese Aussage lässt andererseits auch den Schluss zu, dass die Hingabe beim einen oder anderen eben nicht so deutlich ausgeprägt ist. Höger, Marcel Risse, sicher auch der zuletzt kaum eingesetzte Matthias Lehmann werden bleiben; gerade ihnen ist ein hohes Maß an Identifikation mit dem Geißbock-Klub zuzugestehen.

Ebenso natürlich Torhüter Timo Horn, der wohl nur bei einem Angebot eines Top-Klubs über einen Wechsel nachdenken würde. Nicht zu halten sind neben Nationalspieler Jonas Hector, der für acht Millionen Euro gehen kann, wohl Dominique Heintz (drei Millionen) und Leonardo Bittencourt (acht Millionen), den unter anderen Monaco und Tottenham auf der Liste haben. Hohe Einnahmen erwarten sich die Kölner auch durch die Verkäufe von Frederik Sörensen (Vertrag bis 2021), für den sich englische Klubs interessieren, sowie WM-Teilnehmer Yuya Osako (bis 2020). Und in der anderen Richtung? Eingetütet ist bereits der Wechsel von Innenverteidiger Lasse Sobiech (27) vom FC St. Pauli, einig sind sich die Kölner auch mit Louis Schaub von Rapid Wien (23), der im Mittelfeld alle drei Offensiv-Positionen spielen kann. Als einer der Kandidaten für die neu zu ordnende Defensive gilt Rafael Czichos, (27), Innenverteidiger und Kapitän bei Anfangs Noch-Arbeitgeber Holstein Kiel.

Insbesondere nach der enttäuschenden Vorsaison hätten das nicht einmal die Schalker selbst für möglich gehalten. Vier Spiele vor Schluss sind sie auf dem besten Weg in die Champions League. Mehr noch: Schon an diesem Wochenende haben sie die Möglichkeit, die Teilnahme an dem lukrativen Wettbewerb perfekt zu machen. Ein eigener Sieg in Köln immer vorausgesetzt, müssten nur RB Leipzig, die TSG Hoffenheim und Eintracht Frankfurt den Gelsenkirchenern in die Königsklasse-Karten spielen. Die konkrete Rechnung ist denkbar einfach: Leipzig und Hoffenheim dürfen im direkten Duell nur Unentschieden spielen, die Frankfurter ihre Heimaufgabe gegen Hertha BSC nicht gewinnen. Dann hätte Schalke zehn Punkte Vorsprung auf Rang fünf … Angesichts der Resultate in den vergangenen Wochen streben die Schalker mit Schwung in die Königsklasse.

Der 2:0-Erfolg im Revierderby hat gezeigt, dass das 2:3 zuvor gegen den HSV als Zwischentief bezeichnet werden darf. Sieben ihrer jüngsten acht Ligaspiele haben die Knappen gewonnen und dabei sechsmal kein Gegentor kassiert. Der Erfolg ist vor allem das Verdienst von Trainer Domenico Tedesco, dessen bis 2019 gültiger Vertrag sich bei einer Champions-League-Qualifikation dank einer Option bis 2021 verlängern ließe. Und noch einer würde sich besonders über den frühzeitigen Einzug in die Champions League freuen: der Manager. Beim Bestreben, die Mannschaft für die neue Saison sowohl qualitativ als auch quantitativ breiter und besser aufzustellen, waren Christian Heidel lange die Hände gebunden gewesen. Ihre internen Planungen trieben die Schalker zwar schon früh voran, in konkrete Gespräche mit potenziellen Zugängen konnte der Sportvorstand aber kaum eintreten, weil es einen erheblichen Unterschied ausmacht, ob am Ende die Europa-League- oder die Champions-League-Qualifikation steht - allein schon unter finanziellen Gesichtspunkten.

Mit Hoffenheims Mark Uth (ablösefrei) und Hannovers Salif Sané, den Schalke dank einer Klausel für acht Millionen Euro bekommt, stehen bereits zwei externe Zugänge für die neue Spielzeit fest. Die sich nun deutlich abzeichnende Teilnahme an der Königsklasse beschert Heidel sowohl eine noch stichhaltigere Argumentation als auch deutlich mehr Handlungsspielraum. Nur durch die Millionen aus der Champions League ist denkbar, dass sich die Schalker die Dienste des Hoffenheimers Nadiem Amiri sichern, obwohl dieser wohl nicht für unter 17 Millionen Euro zu haben wäre. Die Schalker wären lange mit einer Qualifikation für die Europa League zufrieden gewesen, nun wollen sie aber unbedingt zurück in den Wettbewerb, aus dem sie sich im März 2015 trotz eines 4:3-Achtelfinalsiegs bei Real Madrid vorerst verabschiedeten (0:2-Hinspielniederlage). "Die Champions League ist unser Ziel", betont Innenverteidiger Naldo, der glücklich darüber ist, dass "wir dafür noch vier Spiele Zeit haben". Es müsse nicht gegen Köln entschieden werden. Kann aber.

FC Augsburg gegen FSV Mainz 05 im Livestream am 22.04.2018

Das Warten geht weiter. Auch in dieser Woche ist unklar, wann Alfred Finnbogason sein Comeback geben wird. Die Rückkehr des Torjägers, der sich Ende Januar eine Muskelsehnenverletzung in der linken Wade zuzog, entwickelt sich zum Rätsel. Eigentlich war sie schon vor zwei Wochen gegen den FC Bayern avisiert, doch plötzliche Probleme in der rechten Wade ließen den Plan platzen. Seitdem kann Finnbogason nicht mehr voll trainieren. Der Stürmer hat laut Trainer Manuel Baum mit verschiedenen Problemen zu kämpfen: "Mal ist die Wade betroffen, mal ist es eine Überlastung an einer Sehne. Es sind ein paar Kleinigkeiten, die ihn in der Summe nicht spielfähig machen." Am Mittwoch steigerte Finnbogason immerhin die Intensität seines individuellen Programms. Die Reaktion auf diese Belastung entscheidet nun, ob ein Einsatz am Sonntag in Betracht kommt oder nicht. Gegen Mainz will der FC Augsburg nach vier Heimniederlagen in Serie unbedingt wieder einen Sieg landen und endlich die 40-Punkte-Marke knacken.

Ein Risiko geht Baum bei Finnbogason jedoch nicht ein, dafür sei der elffache Torschütze schlicht "zu wertvoll". Für den 29-Jährigen geht es zudem um die WM-Teilnahme mit Island im Sommer, deswegen muss jeder Schritt sorgsam abgewogen werden. Einerseits darf Finnbogason keinen weiteren Rückschlag riskieren, andererseits will er vor der Nominierung für das Turnier zeigen, dass er fit und in Form ist. Ein Zwiespalt für den Angreifer, der nicht zum ersten Mal von einer langwierigen Verletzung geplagt ist. Vergangene Saison fiel er wegen einer Schambeinentzündung rund ein halbes Jahr aus, nun fehlt er schon wieder seit fast drei Monaten. Baum will deshalb nach der Saison auf Ursachenforschung gehen: "Es ist für keine Seite befriedigend, wenn unser Top-Stürmer nur 50 Prozent der Spiele macht." Seit seinem Wechsel zum FCA im Januar 2016 bestritt Finnbogason 45 von 81 möglichen Ligapartien, ihm gelangen 21 Tore und 7 Assists. Bereits seit Januar 2015 spielt Christoph Janker (33) in Augsburg. Der Abwehr-Routinier verlängerte seinen Vertrag nun bis 2019. Er kam in dieser Saison zwar erst zu drei Kurzeinsätzen, Baum schätzt ihn aber als verlässlichen Teamplayer.

Viel wurde geredet und debattiert. Von diesen Gesprächen in der Länderspielpause wurde wiederum viel erzählt. Aber irgendwann, so sagten die Protagonisten in Mainz, müssten Taten folgen. In der sieben Spiele andauernden "Endrunde" hat der FSV bislang Wort gehalten, bei einem Torverhältnis von 3:1 fünf Zähler in drei Partien geholt und den Relegationsplatz seit dem 21. Spieltag erstmals wieder verlassen. Trotzdem oder gerade deshalb warnen Spieler und Trainer vor unvollendeten Tatsachen. "Wir haben noch gar nichts erreicht", mahnt Keeper René Adler, der vor einem Schlendrian warnt und am Sonntag in Augsburg noch mehr von seinen Kollegen fordert. Auch Coach Sandro Schwarz betont: "Wir haben nicht das Gefühl, irgendetwas geschafft zu haben." Noch immer seien in Sachen Abstiegskampf "fünf Mannschaften in der Verlosung". Bei aller Vorsicht: Durch das Team ist ein Ruck gegangen. Das hat sich verbessert: Schwarz bevorzugt die Viererkette. Seither steht die Defensive stabiler, die Ketten näher beisammen. Den Innenverteidigern unterlaufen weniger individuelle Fehler, die Aufmerksamkeit bei gegnerischen Standards ist gestiegen. In der Offensive wirkt Mainz derzeit zielstrebiger, was auch an der Rückkehr zu echten Flügelspielern liegt.

Vor allem Pablo De Blasis sorgt für neuen Schwung und sei laut Schwarz "ein Symbolcharakter" für die aktuelle Entwicklung: weil der kleine Argentinier Einsatzbereitschaft und Mentalität vorlebt. Seit Schwarz in der Länderspielpause die Zügel merklich angezogen und die Freiheiten der Spieler reduziert hat, wirkt das Team entschlossener in Zweikämpfen, zeigt eine höhere Laufleistung. Letzteres sei die Basis, denn "wenn wir laufen, sind wir gut", weiß nicht nur der Trainer. Gegen Freiburg hatten seine Profis erneut mehr als 117 Kilometer abgespult - wieder einmal punktete der FSV. Daran gilt es zu arbeiten: Die kurzfristig erworbene Konstanz gilt es zu konservieren, was nur gelingt, wenn alle Beteiligten diesen jüngst gezeigten Willen beibehalten. Zudem muss die Chancenausbeute verbessert werden, zu viele ausrichtsreiche Angriffe verlaufen im Nichts. Das Problem: Häufig fehlt eine Idee und/oder die Präzision beim letzten Pass. Das sieht man bei Levin Öztunali, der seine Sprinterqualitäten zu selten ausspielt; oder bei Robin Quaison, der teils unglückliche Entscheidungen trifft und wie beim 1:1 in Köln die Kaltschnäuzigkeit vermissen lässt. Aber das wissen die Spieler, darüber muss mit ihnen jetzt nicht mehr gesprochen werden.

Erzgebirge Aue gegen MSV Duisburg im Livestream am 22.04.2018

In Bochum zu siegen, ist zwar nicht unmöglich, aber schwer. Das Sachsenderby gegen Dresden ist immer ein ganz spezielles Ding. Am letzten Spieltag ein Endspiel in Darmstadt - das will kein Auer. Also muss der FCE jetzt die Voraussetzung für den Klassenerhalt schaffen - und zwar mit einem Sieg zu Hause gegen Duisburg. Mithelfen will dabei Sören Bertram. "Der MSV ist seit sechs Partien ohne Sieg, der will die Serie durchbrechen. Aber wir wollen eine neue aufbauen. Ein Sieg, und wir wären fast schon durch", sagt der 26-Jährige. Nach acht Spielen ohne Niederlage gab es zuletzt ein 0:2 in Bielefeld. Bertram war erstmals seit seiner schweren Verletzung wieder im Kader. Der Angreifer zog sich Mitte Februar in Kiel einen Sehnenanriss im Oberschenkel zu, fiel zwei Monate aus. In der Reha gab er Vollgas, ebenso in den eineinhalb Wochen mit Fitnesscoach Werner Schoupa.

Nach nur einer Woche im Mannschaftstraining überzeugte Bertram Trainer Hannes Drews, der ihn mit nach Bielefeld nahm. "Die Fahrt, mit den Jungs im Hotel, dann im Stadion in der Kabine, das war schon herrlich. Da hat sich der mühevolle Weg durch die Reha schon gelohnt", freut er sich. "Bis auf das Ergebnis hat alles gepasst." Für Bertram war es die zweite schwere Verletzung in nicht ganz zwei Jahren. Im April 2016 zog er sich noch für Halle spielend einen Kreuzband- riss zu. Diese Verletzung hat ihm jetzt geholfen, "vor allem mental", wie er sagt. "Ich wusste, ich komme da durch." In Bielefeld hat er sich alles von der Bank aus angeschaut, nun hofft er auf einen Einsatz. "Ich bin bereit. Der Trainer weiß, dass ich heiß bin", scharrt er mit den Hufen. Zwar funktioniert das Sturmtrio Ridge Munsy, Dimitrij Nazarov und Pascal Köpke derzeit gut, aber als Alternative sieht er sich schon. Bereits am Sonntag, sollte er spielen, will er zu seinen vier Saisontreffern mindestens einen hinzufügen. Das könnte für Aue auf dem Weg zum Klassenerhalt wichtig sein.

Es war ein frostiger März-Tag, die Duisburger hätten mit einem Sieg bei Holstein Kiel Platz 3 erreichen können. Zehn Punkte lag der Aufsteiger damals vor dem unteren Relegationsrang. Der MSV kassierte eine 0:5-Packung. Fortan wurde es für die Duisburger noch frostiger. Was damals noch nicht abzusehen war: Der MSV verlor mit dieser Niederlage den Halt in der Liga und setzte zu einer dramatischen Talfahrt an. Der Aufsteiger holte seit der Pleite in Kiel nur noch einen Punkt, der Vorsprung auf Rang 16 schmolz, jetzt ist es nur noch ein Zähler zum Relegationsplatz. Sportdirektor Ivica Grlic warnte bei der Jahreshauptversammlung des Vereins in dieser Woche vor Panik: "Der größte Fehler wäre, jetzt unruhig zu werden. Die Mannschaft hat Charakter und weiß, worum es geht." Der 42-Jährige will jetzt nicht "alles schlechtreden" und verweist auf die erfolgreichen Phasen in dieser Saison. Grlic: "Die Mannschaft hat fünf schlechte und 25 gute Spiele abgeliefert." Der Absturz der Zebras von Platz 4 auf Rang 12 hat Gründe. Spieler, die in der Hinrunde wichtige Akzente setzten, konnten nach der Winterpause kaum noch helfen. Flügelspieler Cauly Oliveira Souza war lange Zeit wegen eines hartnäckigen Infekts außer Gefecht.

Moritz Stoppelkamp läuft nach einer Knöchelverletzung im Dezember seiner Form hinterher. Mittelfeldgestalter Fabian Schnellhardt wird seiner Rolle nicht mehr gerecht. Zudem war Trainer Ilia Gruev mehrmals gezwungen, im Zuge von Sperren und Erkrankungen seine Abwehr zu verändern. Hinzu kam, dass Rechtsverteidiger Enis Hajri in ein Formtief stürzte. Diese Position ist die Achillesferse im Duisburger Spiel. Fünf Spieler kamen in dieser Saison auf der rechten Außenbahn zum Einsatz. Gruev will nun im psychologischen Bereich arbeiten, um den Absturz zu stoppen. Der Trainer, dem die Vereinsführung in dieser Woche das uneingeschränkte Vertrauen aussprach, steht vor dem Auswärtsspiel in Aue am Sonntag vor schweren Entscheidungen. Bei der 0:2-Niederlage gegen Sandhausen wechselte er Stoppelkamp und Schnellhardt früh aus. Die eingewechselten Christian Gartner und Oliveira Souza agierten danach im Mittelfeld effektiver und sind nun Startelfkandidaten. Die Sorge um den Klassenerhalt geht bei den Duisburgern einher mit der Befürchtung, dass im Falle des Abstiegs die weitere wirtschaftliche Konsolidierung des Vereins stark gefährdet wäre. Bei der Jahreshauptversammlung schloss Geschäftsführer Peter Mohnhaupt seine Ausführungen über die wirtschaftlichen Perspektiven in der 3. Liga mit dem Satz: "Das war jetzt der Blick in den Folterkeller."

FC Kaiserslautern gegen Dynamo Dresden im Livestream am 22.04.2018

Es ist die allerletzte Möglichkeit, im Kampf um den Klassenerhalt vielleicht doch noch eingreifen zu können - auch wenn die Ausgangslage vor der Partie gegen Dynamo Dresden mit acht Punkten Rückstand auf Rang 16 und noch vier ausstehenden Spielen fast aussichtslos erscheint. "Wir sind realistisch, das ist viel", sagt Christoph Moritz: "Aber so wie wir in der Rückrunde phasenweise gespielt haben, können wir alle vier Spiele gewinnen. Es wird aber sehr schwer." Anders als bei der bitteren Niederlage in Bochum (2:3) am vergangenen Freitag wird der Mittelfeldspieler wieder mitwirken können, wie auch die zuletzt fehlenden Leon Guwara und Marcel Correia. "Ich trainiere seit Dienstag wieder und bin bereit, der Knöchel bekommt einfach ein paar mehr Tapes." Für sein Team ist die Rückkehr des 28-Jährigen im ersten Endspiel enorm wichtig. Als Verbindungsspieler hält Moritz sein Team gegen den Ball und im Spielaufbau zusammen und schließt in der Defensive im Zentrum und auf den Außen Lücken. In der Rückrunde hat er, wie das ganze Team, einen enormen Schritt nach vorne gemacht. Ein Grund: Die Last des Führungsspielers wurde auch auf die Schultern der Winterzugänge Ruben Jenssen, Halil Altintop und Jan-Ingwer Callsen-Bracker verteilt. Im Sommer läuft sein Vertrag aus, die Zukunft ist offen und hat derzeit angesichts des Abstiegskampfs keine Priorität. Ein Gang mit dem FCK in die 3. Liga sei aber "relativ unwahrscheinlich", sagt er: "Ich bin jetzt 28 Jahre alt und will so hoch spielen, wie es geht. Wenn es die Option auf die 2. Liga gibt, muss ich das machen." Wichtig sei dabei eines: "Ich möchte spielen, auf der Bank habe ich lange genug gesessen."

Dynamo Dresden kämpft um den Klassenerhalt - und das vermutlich bis zum letzten Spieltag. Die 0:4-Niederlage gegen Kiel aber offenbarte - zumindest vom reinen Ergebnis - ungewohnt deutlich die aktuell schwierige Situation. Nur das bessere Torverhältnis trennt die Schwarz-Gelben noch vom Relegationsplatz 16. Aus vier Spielen konnte das Team von Trainer Uwe Neuhaus nur zwei Zähler mitnehmen. Tendenz: negativ. Auf den Klub warten mit Kaiserslautern, Düsseldorf, Aue und Union Berlin vier Partien, die von den Spielern selbst als Endspiele tituliert werden. "Wenn man in den letzten vier Spielen vier Unentschieden holt, dann wird es wahrscheinlich nicht reichen. Also muss man Spiele gewinnen, und um Spiele zu gewinnen, müssen wir uns Chancen herausspielen und diese vor allem verwerten", sagt Uwe Neuhaus und fügt hinzu: "Ich glaube, dass es wenig nützt, wenn man sich hinten einigelt und versucht, die Null zu halten." An der taktischen Vorgehensweise wird der Coach demnach in den kommenden Spielen keine Veränderung vornehmen. Es ist auch nicht ein fester Punkt, der Neuhaus vorgeworfen wird. Zuletzt wurde jedoch immer wieder die Rotation - gerade auch was die Auswahl der Einwechselspieler angeht - kontrovers diskutiert. Dynamos Problem ist die defensive Anfälligkeit im Vergleich zur offensiven Ineffektivität. Nur vier Mannschaften weisen derzeit ein schlechteres Torverhältnis auf. Fast schon typisch für den Standort Dresden hatten vor und besonders nach der Niederlage gegen Kiel Gerüchte die Runde gemacht, die Zeit von Neuhaus könnte dem Ende entgegengehen. Auch konkrete Namen von möglichen Nachfolgern tauchten schon auf.

Allerdings erwiesen sich die Überlegungen in den Gremien als nicht mehrheitsfähig. Nach einer Zusammenkunft von verschiedenen Vertretern mit Neuhaus nach dem Kiel-Spiel scheinen die Wogen zumindest bis zur Partie in Kaiserslautern wieder geglättet. "Natürlich müssen wir jetzt einen Weg finden, das Team bis zum nächsten Spiel in Kaiserslautern wieder in die Spur zu kriegen. Wir dürfen dabei aber auf keinen Fall in Panik verfallen", ließ Geschäftsführer Michael Born verlauten. Gute Erfahrungen haben die Dresdner in der Hinrunde mit dieser Taktik bereits gemacht: Nach fünf sieglosen Spielen folgten drei Siege in Serie. Auch Interimsgeschäftsführer Sport Kristian Walter lenkt den Fokus auf die kommenden Aufgaben. "Es ist alles gesagt. Unsere Konzentration gilt dem Spiel in Kaiserslautern", so der Vertreter von Sportgeschäftsführer Ralf Minge, der aus gesundheitlichen Gründen weiterhin auf unbestimmte Zeit ausfällt. Ohne Frage ist Neuhaus nicht frei von Kritik, dennoch spielt die Mannschaft keinen unansehnlichen Fußball - vor allem seit der Rückkehr zum System mit einer Spitze. Ein Wechsel an der Seitenlinie käme derzeit Aktionismus gleich und würde die Frage nach einer Alternative aufwerfen, die zu mehr als einem Feuerwehrmann bis zum Saisonende taugt und nachhaltig wirkt. Bleibt abzuwarten, ob Dynamo den Stärken Geduld sowie Vertrauen folgt oder bei einem negativen Spielausgang in Kaiserslautern möglicherweise doch noch die Nerven verliert. Auszuschließen ist nichts, denn die Konkurrenz punktet regelmäßig und das Abrutschen auf Platz 16 würde die vermeintliche Ruhe sehr schnell beenden.

Fortuna Düsseldorf gegen FC Ingolstadt im Livestream am 22.04.2018

Wer deutliche Zeichen von Nervosität bei Trainern oder Spielern von Fortuna Düsseldorf erwartet, wird enttäuscht sein. Der Trainer ist Berufsstoiker, die Spieler sind gelassen und sprechen von bester Stimmung im Training. Den Blick auf die Tabelle sparen sich Friedhelm Funkel und seine Profis nach drei Niederlagen in Folge derzeit. "Klar, wir stehen nun drei Viertel der Saison ganz oben, und den Platz wollen wir möglichst halten", sagt Kaan Ayhan. "Aber wir träumen jetzt nicht von der Bundesliga, sondern sind sehr fokussiert und fiebern dem nächsten Spiel am Sonntag gegen Ingolstadt entgegen." Da können die Fortunen einiges wiedergutmachen. "Ich bin zwar nicht abergläubisch. Aber als wir das letzte Mal drei Spiele hintereinander nicht gewinnen konnten, haben wir danach eine sehr gute Serie hingelegt", erklärt Ayhan. Der türkische Nationalspieler hat in Heidenheim gefehlt, weil er gegen Bochum in der Schlussphase eine umstrittene Gelb-Rote Karte nach einem Disput mit VfL-Profi Thomas Eisfeld gesehen hatte. "Wenn ich sehe, wie andere Spieler, die mit Gegenspielern oder dem Schiedsrichter diskutieren, bestraft werden, fand ich die Hinausstelleung schon stark überzogen."

Ayhan führte als Beispiel Jerome Boateng von den Bayern an, der im Pokalspiel in Leverkuisen lautstark protestiert hatte. "Ich will mich damit nicht reinwaschen, aber die Relationen sollten schon gewahrt bleiben." Letztlich hat der 23-Jährige seiner Mannschaft geschadet, und das wurde auch beim Spiel am Sonntag in Heidenheim (1:3) deutlich. "Uns hat dort die defensive Stabilität gefehlt", sagte Funkel, der in diesem Zusammenhang auf das Fehlen der Stamm-Innenverteidigung (Ayhan und Hoffmann) hinwies, ohne das als Entschuldigung anführen zu wollen. "Wenn wir unsere Chancen genutzt hätten, wäre das aber gar nicht ins Gewicht gefallen." Die Fortunen wollen wieder die Effektivität entwickeln, die sie in vielen Spielen dieser Saison ausgezeichnet hat. Dazu sollen die Zuschauer beitragen. "Gegen eine so starke Mannschaft wie Ingolstadt können wir die Rückendeckung der Fans ganz besonders gut gebrauchen", sagt auch Kaan Ayhan. Im Siegfall könnte die Zwischenbilanz aufgebessert werden. Noch nie hatte in der 2. Liga ein Tabellenführer nach 30 Spieltagen so wenige Punkte auf dem Konto. Im vergangenen Jahr führte der VfB Stuttgart die Tabelle mit 60 Punkten an. Der Tabellendritte Hannover hatte 57 Zähler, Union Berlin als Vierter bereits 54. Ein Trost für die Fans, die wesentlich aufgeregter die letzten Pleiten ihrer Mannschaft diskutieren als diese selbst, dass jedes Team in den 14 Jahren Eingleisigkeit aufgestiegen ist, das nach 30 Spieltagen vorne lag. Wie sagte es Fortunas Vorstandsboss Robert Schäfer so schön: "Wir haben nichts zu verlieren."

Der eigene Aufstieg ist abgehakt, Spielverderber kann der FC Ingolstadt aber noch werden, beim 1:1 gegen Nürnberg gelang es teilweise. Nächster Versuch: am Sonntag bei Tabellenführer Düsseldorf. "Wir wollen in den verbleibenden vier Spielen die maximale Punktzahl holen, da wird nichts hergeschenkt. Das wird ein geiles Spiel in einem vollen Stadion", freut sich Marcel Gaus, der von 2007 bis 2011 für Fortuna spielte. Punkte sind im Saisonverlauf zu viele auf der Strecke geblieben, das Selbstvertrauen eines Aufstiegsanwärters nicht. "Wir fahren da hin, um zu gewinnen", sagt Stefan Leitl, Robert Leipertz schließt sich seinem Trainer an: "Düsseldorf hat nicht die beste Serie, die haben in Heidenheim verloren. Warum sollten wir das nicht auch schaffen?" Den Druck sieht der torgefährliche Offensivspieler bei der Fortuna. Druck haben auch jene Ingolstädter Spieler, deren Zukunft ungeklärt ist. Bei Alfredo Morales, Max Christiansen, Tobias Levels und Moritz Hartmann laufen die Verträge mit Saisonende aus, ebenso beim im Winter spät verpflichteten Patrick Ebert. Stefan Lex weiß bereits, dass er keine Verlängerung bekommt. Schaut Leitl in den restlichen Partien genau hin, auf wen er sich verlassen kann? "Das spielt keine Rolle", verneint er. Eine Tendenz aber gibt es: Levels steht hoch im Kurs, soll bleiben. Christiansen könnte gerade noch die Kurve kriegen, während sich bei Morales und Hartmann eine Luftveränderung andeutet. Ebert spielt keine Rolle mehr.

Borussia Dortmund gegen Bayer Leverkusen im Livestream am 21.04.2018
Samstag, 21. April 2018

Wenn Jupp Heynckes an seinen FC Bayern denkt, schnalzt er regelmäßig mit der Zunge. Die großartigen Siege, schwärmt der Trainer, seien vor allem eines: das Produkt eines fantastischen Teamgeistes. Für Peter Stöger bestand bisher selten Veranlassung, sich derart ergriffen vor seinen Spielern zu verbeugen: Den Dortmunder Profis fehlen Zusammenhalt, Feuer, Emotionen und Herz. Die BVB-Bosse leiden nicht erst seit dem am Sonntag mit 0:2 gründlich "verkackten" (Marco Reus) Revierderby auf Schalke unter akutem Herz-Schmerz. Was helfen soll: ein tiefgreifender Umbau des Kaders. Gesucht werden Spieler mit Haltung, Hunger, Mentalität und Gier. Für gut die Hälfte aller Dortmunder Profis ist die Zukunft ungewiss - entweder weil der Verein höhere Ansprüche stellt oder weil eine deutliche Unzufriedenheit über die eigene Situation den einen oder anderen nachdenklich macht und in eine Wechselstimmung versetzt. Nicht bewertet werden Roman Weidenfeller (Karriere-Ende) und Michy Batshuayi (zurück zum FC Chelsea).

Mario Götze: Er hat in seiner Karriere bereits so viele Höhen und Tiefen erlebt, dass man oft sein Alter (erst 25) vergisst. In Dortmund steht er jetzt - wieder einmal - an einem Wendepunkt seiner sportlichen Laufbahn. Als Ballverteiler aus einer tieferen Position heraus wollte er sich nach seiner Stoffwechselproblematik neu erfinden: als Dortmunder Iniesta. Doch den ständigen Vergleich mit seiner ersten BVB-Periode, als er reihenweise Verteidiger mit seinen flinken Richtungswechseln wie zentnerschwere Sandsäcke ins Leere taumeln ließ und mit seiner Technik, seiner Finesse und seiner Torgefahr verzauberte, wird er bis heute nicht los. Götze, in der Dortmunder Systematik wieder in einer offensiveren Rolle angekommen, fehlen die spektakulären Aktionen, die Tore, die Assists, die vorletzten Bälle. Selbst Hans-Joachim Watzke, lange einer der großen Fürsprecher Götzes, meldete kürzlich erstmals öffentlich Zweifel an. "Irgendwie", sagte der BVB-Boss im Interview mit der FAS, "fehlt ihm etwas." Wie diffizil Götzes Situation ist, verdeutlichte die Partie auf Schalke, wo Trainer Stöger ihn erst einwechselte, als alles verloren war - und ihn hinterher emotionslos als "talentierten Spieler" beschrieb. Ihn, den Weltmeister. Das kam einer Ohrfeige gleich.

Julian Weigl: Ihm ergeht es derzeit nicht besser als Götze. Der Shootingstar der Saison 2015/16 hat seinen Status als Immer-Spieler eingebüßt und ist derzeit nur ein prominenter Mitläufer. Sein Einfluss schwindet in dem Maße, wie die Gegner ihn, oft in direkter Manndeckung, zu neutralisieren versuchen. Erschwerend kam hinzu, dass Weigl im Kernbereich des Mittelfeldes auf Kollisionskurs zu Götze geriet, der sich Bälle gerne aus der Tiefe abholte. Sicherheit und Selbstvertrauen gingen bei Weigl nach langer Pause (Bruch des Sprunggelenks) verloren, Fehler schlichen sich ein, die Unzufriedenheit wuchs. Ändert sich an seinem Status nichts, dürfte der international hoch Eingeschätzte selbst ins Grübeln kommen, ob Dortmund noch der richtige Ort für ihn ist.

Marcel Schmelzer: Der Linksverteidiger spielt anders als Götze und Weigl fast immer, doch in dieser Saison selten überzeugend und zu fehlerhaft - was zumindest ansatzweise durch die verletztungsbedingt verpassten Vorbereitungsphasen im Sommer und Winter zu erklären ist. Schwer wiegt zudem die Last der Verantwortung auf seinen Schultern. Als Kapitän soll er die Mannschaft eigentlich führen, doch immer häufiger drängte sich zuletzt der Eindruck auf, als sei dieses Team in seine Einzelteile zerfallen. Ein fataler Fehler wie im Revierderby schwächt seine Position zusätzlich. Nach vielen, überwiegend erfolgreichen Jahren in Dortmund steht er mehr denn je auf dem Prüfstand - und teilt dieses Schicksal mit Nuri Sahin, der mit seinen strategisch-technischen Begabungen Defizite in Sachen Athletik und Tempo nicht kaschieren kann.

Raphael Guerreiro: Der taktisch hervorragend geschulte Portugiese, der unter Thomas Tuchel noch als "Bessermacher" der Mannschaft galt, kämpft in dieser Saison vor allem mit sich selbst. Lediglich ein Drittel der Pflichtspiele absolvierte der Europameister von 2016, der sich auffallend häufig mit muskulären Verletzungen herumplagte und Diskussionen auslöste, ob er ausreichend profigerecht lebt. Nicht umsonst bemüht sich die Borussia intensiv um Kölns Jonas Hector als Verstärkung für die linke Außenbahn. Guerreiro, der noch immer kaum deutsch spricht, ist das vielleicht auffälligste Beispiel dafür, dass beim BVB die Betreuung der Spieler konsequenter und fordernder betrieben werden muss. Jadon Sancho: Der begabte Flügelstürmer liefert dafür einen weiteren Beleg. Er kam im vergangenen Sommer mit dem Ruf nach Dortmund, ein herausragendes Talent zu sein. Sportlich trifft das ohne Frage zu: Die Ballbehandlung des Engländers ist exzellent, seine Kreativität ausgeprägt, seine Dribblings außergewöhnlich. Doch ähnlich wie Guerreiro ist auch dem 18-Jährigen anzumerken, dass er in Dortmund zu viele Freiheiten genießt und dadurch mitunter Fokus und Orientierung fehlen. Verantwortlich für alle Personalfragen zeichnet das neue Dortmunder Kompetenzzentrum mit Hans-Joachim Watzke, Michael Zorc, Matthias Sammer und Sebastian Kehl. Nach der Strukturreform bestimmt allein die mit reichlich Fachwissen aufgeladene "G 4" über die Richtlinien der BVB-Politik. Die Borussia macht sich unabhängig vom Trainer. Transfers wie der von André Schürrle, der nur deshalb verpflichtet wurde, um Thomas Tuchel nach dem Weggang Henrikh Mkhitarayans zu besänftigen, soll es in Zukunft nicht mehr geben.

Das Thema ist für Jonas Boldt abgehakt: "Spiel verloren, wir sind raus, am Samstag ist Dortmund", kommentiert der Manager das 2:6 im Pokal gegen die Bayern, durch das er keine negative Auswirkungen auf die Liga befürchtet, "weil Bayern München eine Mannschaft ist, die weit weg von allen anderen ist." Dass die Bayern in dieser Form und mit dieser Effizienz nicht der Maßstab für Bayer sind, ist klar. Und trotz der 2:6-Klatsche lassen sich positive Rückschlüsse ziehen. Schließlich hatte Bayer in Sachen Torchancen bis nach dem 2:6 die Nase vorne. Probleme gab es auf den Außenverteidigerpositionen. Für diese muss Heiko Herrlich in Dortmund die passende Lösung finden. Die Stammkräfte Lars Bender (Gelbsperre) und Wendell (Bänderriss) fallen aus. Letzterer hofft zwar, am 33. Spieltag wieder dabei zu sein. Doch Herrlich hält ein Comeback des Brasilianers in dieser Saison für unwahrscheinlich. Am Samstag steht dem Trainer in jedem Fall mit Benjamin Henrichs nur noch ein Außenverteidiger zur Verfügung. Den anderen Part muss Panagiotis Retsos oder Tin Jedvaj übernehmen, die den Job außen zwar bereits gut erledigten, aber zentral besser aufgehoben sind. Die aktuelle Personallage belegt somit deutlich, warum die Verpflichtung von Berlins Rechtsverteidiger Mitchell Weiser sehr viel Sinn ergibt. Aufgrund der Dreifachbelastung in der kommenden Saison muss Bayer seinen derzeit eher schmalen Kader auf hohem Niveau in der Breite stärker aufstellen. Der polyvalente Weiser, der links wie rechts die Außenbahn offensiv wie defensiv besetzen kann, ist dafür ideal geeignet.

VfB Stuttgart gegen Werder Bremen im Livestream am 21.04.2018

Tut er es? Oder tut er es nicht? Bisher hat sich Tayfun Korkut öffentlich strikt dagegen ausgesprochen, personelle Veränderungen ohne zwingenden Grund vorzunehmen. Schon gar nicht, um mit einer solchen Maßnahme den einen oder anderen gefrusteten Reservisten bei Laune halten zu wollen. Es gehe "um viel zu viel, als dass man jemanden um der guten Laune Willen bringt", hat Stuttgarts Coach zuletzt wiederholt erklärt. Jetzt deutet Sportvorstand Michael Reschke ein Umdenken an. "Der Trainer hat durchblicken lassen, dass es sein kann, dass er in der Schlussphase der Saison dem einen oder anderen eine Chance mehr geben wird." Ob das bereits gegen Bremen sein wird, wenn Andreas Beck sicher ausfällt und Benjamin Pavard vielleicht, ist dennoch fraglich. Beck zog sich gegen Hannover einen Kreuzbandteilriss im rechten Knie zu, Pavard laboriert an einer Bänderdehnung im rechten Knöchel.

Zwei Verletzungen, die den Schwaben noch mehr die Laune verhageln als das späte 1:1 gegen Hannover sowieso. Angesichts dieser Personalien ist es eher unwahrscheinlich, dass Korkut, der sich die 40-Punkte-Marke fest zum Ziel gesetzt hat, jetzt die gewachsenen Strukturen seiner funktionierenden Stammformation noch weiter aufweicht als so schon nötig. Stattdessen ist anzunehmen, dass der 44-Jährige wieder auf seine Allzweckwaffe zurückgreift: Christian Gentner hat zuletzt sowohl in der Viererkette als auch in einem 3-4-3 die rechte Seite zu seiner erklärt. Gegen den HSV, als Beck gelbgesperrt fehlte, sprangen in der ersten Halbzeit Pavard und nach der Pause Gentner in der Viererkette ein. Der Franzose wirkte ungewohnt fahrig, der Kapitän hatte mit dem flinken Ito Probleme. "Wir hatten keinen Spieler, weder auf der Bank noch im Kader, der rechts spielen kann", erklärte Korkut, der nach Gentners Auftritt feststellte: "Er hat das gut hinbekommen. Aber das ist keine Dauerlösung." Gegen Hannover stellte Korkut deswegen auf ein 3-4-3 beziehungsweise 5-4-1 um, mit dem Kapitän rechts. Angesichts Becks Ausfall, der sich sogar bis in die neue Saison hinziehen wird, dürfte Gentner der Favorit als Stellvertreter sein. Ein gelernter Rechtsverteidiger steht jetzt zudem auf der aktuellen Einkaufsliste.

Wenn derzeit über Werders tragende Säulen gesprochen wird, fällt sein Name wie selbstverständlich: Philipp Barg-frede, unumstrittene Stammkraft, allseits anerkannter Führungsspieler, "einer, der mit seiner Art, Fußball zu spielen, der Mannschaft Halt gibt", wie Youngster Maxi Eggestein (21) schwärmt. "Wir wussten immer, was Bargi kann", sagt Manager Frank Baumann über den Profi, der bereits seit 2004 im Verein ist - und damit schon im Alter von 29 Jahren ein Urgestein. Zugleich taugt Bargfredes Entwicklung als Musterbeispiel für die viel zitierte Schnelllebigkeit des Fußballs. Denn was jetzt als normal empfunden wird, schien noch im vergangenen Sommer Utopie. Damals galt der Mittelfeldspieler in den Saisonplanungen, positiv formuliert, als "Joker". 2016/17 hatte der seit Jahren von Verletzungen und Knie-Operationen gebeutelte Bargfrede lediglich viermal in der Startelf gestanden, musste auch in der Vorbereitung auf die laufende Spielzeit des Öfteren geschont werden. "Wie sein Körper reagiert", erklärte Coach Alex Nouri ganz offen, "lässt sich nicht vorhersagen." Unter solchen Vorzeichen gilt Routinier Bargfrede heute als Überraschung der Saison. 24 Einsätze sind für ihn notiert, davon 20 in der Startelf.

Häufiger lief das Eigengewächs in bisher neun Jahren Bundesliga nur einmal auf: 2010/11 standen 28 Partien zu Buche. Ein Wert, den Bargfrede nun einstellen dürfte, sofern er seine fünfte Gelbe Karte vermeidet. Der beste Bargfrede aller Zeiten - diese Einschätzung unterschreibt auch Baumann: "Philipp besitzt jetzt den Rhythmus, der ihm in den letzten Jahren gefehlt hat. Damals wurde er nach Verletzungen vielleicht auch immer mal zu früh gebracht, weil er eben gebraucht wurde. Doch die Belastungssteuerung funktioniert seit Sommer sehr, sehr gut, er selbst kennt seinen Körper noch besser als früher. Und klar war immer: Ist Philipp richtig fit, dann ist er ein sehr guter Bundesligaspieler." Ein Urteil, das Bargfrede objektiv rechtfertigt. Umso mehr, als inzwischen nicht nur seine immense Stärke als Zweikämpfer und Balleroberer zum Tragen kommt, sondern im auf Ballbesitz angelegten Spielstil unter Trainer Florian Kohfeldt auch eine respektable fußballerische und strategische Reife. "Sehr gutes Spielverständnis, sehr gutes Passspiel", attestiert Baumann seinem Schützling, den er kürzlich auch für die kommenden Jahre vertraglich gebunden hat. Erst als Spieler, danach als "Trainee" für Management oder Trainerstab. Seine Zukunft bei Werder soll Barg-frede noch lange nicht hinter sich haben - entgegen aller Skepsis im Sommer 2017.

Hannover 96 gegen FC Bayern München im Livestream am 21.04.2018

Noch nicht am Samstag gegen die mächtigen Bayern, aber aller Voraussicht nach in naher Zukunft dürfte es in Hannover ordentlich Grund zum Feiern geben. Der Klassenerhalt ist dem Aufsteiger kaum noch zu nehmen - das große Ziel wäre somit erreicht. Und dann? In die Freude mischt sich in diesen Tagen auch einige Ungewissheit, wie es bei 96 weitergeht. Da ist die Unruhe über die Ausrichtung im Klub, da sind der nach wie vor nicht von Horst Heldt unterschriebene Geschäftsführer-Vertrag und das Wolfsburger Interesse am Manager. Und da ist die offene Kadergestaltung, bei der mehr nötig ist als nur das Schließen der beiden großen Lücken, die die Leistungsträger Felix Klaus (nach Wolfsburg) und Salif Sané (nach Schalke) reißen. Doch nichts gehe in Hannover den Bach runter, vielmehr sei alles im Fluss, wie André Breitenreiter versichert. "Wir gehen hier ganz normal unserer Arbeit nach", sagt der Trainer, dessen Name in Frankfurt für die Kovac-Nachfolge fällt. Man sei voll im Plan, Störfaktoren jedweder Art gebe es nicht.

Darüber hinaus bemüht der Coach einen von ihm gerne verwendeten Standardsatz zur Situation: "Ich beschäftige mich nur mit den Dingen, für die ich zuständig und verantwortlich bin." Die Mannschaft soll in der kommenden Saison möglichst so wenig wie diesmal mit dem Abstiegskampf zu tun haben, dies muss der Mindestanspruch sein. "Dafür brauchen wir Verstärkungen, das ist keine neue Erkenntnis", betont Klubboss Martin Kind, der als Kadergröße "25 Spieler plus/minus x" empfiehlt. "Wichtig ist, dass wir die Positionen definieren, ein Teil ergibt sich ja von selbst." Ein neuer Stürmer, der auch über außen gefährlich sein kann, muss her. Wobei auch die Hoffnungen groß sind, dass Eigengewächs Noah Joel Sarenren Bazee seine lange Verletzungsmisere endlich überwunden hat. Benötigt wird ein gestandener Verteidiger mit dem Zeug zum Abwehrchef à la Sané. Im Zentrum suche 96 "einen Box-to-box-Spieler", so Breitenreiter, der ein 96-Interesse an seinem ehemaligen, von ihm geschätzten Schalker Akteur Johannes Geis (zurzeit an den FC Sevilla ausgeliehen) dementiert: "Ein guter Spieler, aber da ist nichts dran. Er ist ja auch mehr ein Mann für den Aufbau."

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge war nach dem Pokalspiel in Leverkusen ganz aus dem Häuschen. "Die Mannschaft hat das sensationell gemacht. Das war eine Demonstration der fußballerischen Qualität, die wir im Moment haben", sparte der Ex-Stürmer nicht mit Lob. Völlig zu Recht. Denn das, was diese Mannschaft in der Offensive beim Tabellendritten der Bundesliga abgeliefert hatte, war einfach nur spektakulär. Thomas Müller, Franck Ribery, Arjen Robben oder Thiago in Leverkusen bei der Arbeit im vorderen Bereich zuzuschauen, war eine Augenweide. Und doch ist in diesen Tagen der entscheidenden Spiele zu beobachten, dass die Bayern dem Gegner ungewöhnlich viele Chancen einräumen. Acht Möglichkeiten waren es für Leverkusen am Dienstag. Nur ein überragender Torwart und fehlende Cleverness beim Gegner ließen die Bayern zwischenzeitlich nicht mehr schwitzen. Zwischen all den berechtigten Jubelarien über den tollen Angriffsfußball erinnerte Torwart Sven Ulreich daran: "Wir hatten auch eine nicht so gute Phase im Spiel und haben viele Chancen zugelassen. Wir mussten dann glücklicherweise nicht mit einem 2:2 in die Halbzeit. Wir haben unsere Möglichkeiten gleich genutzt. Das war der Schlüssel zum Erfolg."

Schon in den beiden Spielen im Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Sevilla war der Gegner des Öfteren gefährlich vor das Tor gekommen, hätte bei insgesamt neun Chancen (Bayern hatte zehn) durchaus mehr als ein Tor erzielen können. Ein Grund für eine gewisse Anfälligkeit gegen spielstarke Mannschaften, die gut durchs Mittelfeld kombinieren können, ist mit Sicherheit der Tatsache geschuldet, dass mit Javi Martinez aktuell nur ein defensiv denkender Sechser spielt. Im Triple-Jahr hatte das Jupp Heynckes anders gelöst, mit Bastian Schweinsteiger und Javi Martinez eine klassische Doppelsechs aufgeboten. Aktuell fällt ihm das angesichts des großartigen offensiven Potenzials in seinen Reihen schwer. James, Thiago, Thomas Müller heißen derzeit die drei Spieler, die sich um die zwei Plätze neben dem großgewachsenen Spanier auf der Acht streiten. Doch selbstredend haben diese Spieler andere Automatismen im Defensivverhalten als beispielsweise ein Arturo Vidal, allein schon von ihrer Positionierung her. Der Chilene fällt nach seiner Operation am Knie bis Saisonende allerdings aus (Entfernung eines Gelenkkörpers und Refixierung des Außenmeniskus). Corentin Tolisso und Sebastian Rudy wären Alternativen, doch welcher Offensivmann sollte dafür weichen? Keine leichte Entscheidung für Trainer Heynckes.

Hamburger SV gegen SC Freiburg im Livestream am 21.04.2018

Eines stellte Christian Titz gleich nach dem Dämpfer vom Montagabend klar. Realistisch betrachtet ist es für den HSV seit dem Mainzer Sieg vorbei, schon am Wochenende könnte es auch faktisch so weit sein. Der Trainer aber gab seinen Profis zum Start in die Trainingswoche diese Botschaft mit auf den Weg: "Unsere Ausgangslage hat sich nicht dramatisch verändert. Ich habe Vertrauen, wir sind bissig." In der Führungsetage indes geht es jetzt los, die Planungen für die Zukunft in der 2. Liga laufen seit Dienstag auf Hochtouren - und dabei geht es auch um Titz. Vorstand Frank Wettstein hat sich klar positioniert in der Trainerfrage. "Er macht seine Sache richtig gut." Dem Finanzexperten gefällt der Einbau eigener Talente, und er proklamiert: "Wir werden weiter diesen Weg beschreiten müssen, unabhängig von der Ligazugehörigkeit."

Aber: Der Interimsboss hat in dieser Personalie nicht das entscheidende Wort, maßgeblich für die Zukunftsplanung ist Aufsichtsratsboss Bernd Hoffmann. Und der hat einen klaren Fahrplan aufgestellt: Der wichtigste Baustein ist für den 55-Jährigen die Besetzung des neuen Sport-Vorstandes, diese siedelt er noch höher an als die des neuen Vorstandsvorsitzenden. Aktuell werden die Vertragsverhandlungen mit potenziellen Neulingen von Kaderplaner Johannes Spors geführt, nach Saisonende soll der neue Sport-Vorstand möglichst da sein. Weil es sich um einen Kandidaten handelt, der noch vertraglich gebunden ist? Das Profil hat Hoffmann längst erstellt, er sucht nicht zwingend den ganz großen Namen, es geht weniger um die Verpackung als vielmehr um den Inhalt: Leverkusens Jonas Boldt wäre für ihn und den HSV die ganz große Lösung, auch Holstein Kiels Erfolgsmanager Ralf Becker passt ins Raster. Pikant an dieser Personalie wäre: Becker beschäftigt sich im Rahmen seiner Trainersuche für die Störche aktuell auch mit Titz, der über seine eigene Zukunft öffentlich noch nicht reden will. "Das kommt, wenn wir wissen, wo die Reise für uns hingeht." Zumindest eine Absichtserklärung aber gibt er ab: "Ich habe nie ein Hehl daraus gemacht, dass ich mich hier wohlfühle."

Mit Wettstein und dem Direktor Sport, Bernhard Peters, hat der von der U 21 beförderte Fußball-Lehrer zwei Fürsprecher unter den aktuell handelnden Verantwortlichen, aber: Deren Einfluss schwindet, wenn Hoffmanns Umbau planmäßig erfolgt. Peters soll nach der Installierung des Sport-Vorstandes voraussichtlich wieder in den Nachwuchsbereich rücken, Wettstein wieder die Position des Finanzvorstands übernehmen. Hoffmann registriert das öffentliche Werben für Titz, will sich jedoch nicht von der Euphorie um den 47-Jährigen und die trotz der aussichtslosen Lage erkennbaren Fortschritte treiben lassen. Seine Empfehlung in dieser Angelegenheit lautet daher, die kommenden Wochen abzuwarten und weitere Eindrücke zu sammeln. Außerdem will er sich nicht von seinem Fahrplan abbringen lassen - und hat aktuell noch eine ganz andere Baustelle: die Lizenz. Bis zum 23. Mai wird der HSV Bedingungen für die 2. Liga erfüllen müssen, und der Rettungsanker der letzten Jahre, Klaus-Michael Kühne, hat am Dienstag auf einer Veranstaltung von Bild und Welt gesagt, dass er sich auch Hilfe von der Stadt für den HSV wünsche: "Ich glaube, das würde mich wieder motivieren, auch weiter mitzumachen." Wettstein, in Sachen Lizenz derzeit der Hauptverantwortliche, hat die Worte genau registriert, zu seiner Entspannung haben sie nicht beigetragen. "Dass Herr Kühne dem HSV keinen Freibrief erteilt, ist aufgrund der sportlichen Leistungen nicht nur wenig überraschend, sondern komplett nachvollziehbar." Die Hoffnungen ruhen dennoch auf einer Fortführung des Engagements. "Er ist ein wichtiger und verlässlicher Partner, um den uns viele Klubs beneiden. Es findet ein regelmäßiger Austausch statt."

Am Mittwochvormittag erklärte der SC Freiburg, "keinen Einspruch gegen die Spielwertung" des 0:2 in Mainz einzulegen, "um die volle Konzentration auf die kommenden wichtigen Spiele richten zu können". Das ist dringend nötig. Hamburg und Köln heißen die nächsten Gegner des Teams von Christian Streich, für das sich der Abstiegskampf gefährlich zugespitzt hat. Nur einen Punkt holte der SC in den letzten sechs Spielen und erzielte dabei nur einziges Törchen. Zuletzt gingen die Abstiegsduelle mit Wolfsburg und Mainz verloren. Der lange existente Vorsprung ist endgültig aufgebraucht, erstmals seit dem 15. Spieltag rutschte die Streich-Elf unter die letzten drei. "Ich erinnere mich oft an Hannover im Mai 2015. Da konnten wir nichts mehr korrigieren, als wir verloren haben", blickt Sportdirektor Klemens Hartenbach auf den letzten Abstieg zurück, als Freiburg durch ein 1:2 bei 96 am letzten Spieltag vom rettenden Ufer noch auf Rang 17 stürzte. "Jetzt", betont Hartenbach, "haben wir aber noch vier Spiele. Es ist also kein Weltuntergangsszenario." Zumal der Direktabstieg durch acht respektive neun Punkte Vorsprung auf Hamburg und Köln eher unwahrscheinlich erscheint. Laut Hartenbach müssen die Spieler "den Mut der letzten 25 Minuten in Mainz mitnehmen".

Da erspielte sich der chronisch angriffsschwache SC wenigstens noch drei Torchancen - wohl aber eher aus dem Mute der Verzweiflung. Zuvor enttäuschten die SC-Profis auf der ganzen Linie, waren nicht nur vorne harmlos, sondern auch in den direkten Duellen und im Kampf um zweite Bälle nicht präsent genug. Die Negativserie hat ihre Spuren hinterlassen. "Wir strotzen nicht vor Selbstbewusstsein. Das geht schon ein bisschen im Kopf herum", gesteht Manuel Gulde: "Aber das bringt alles nichts. Wir müssen schauen, dass wir als Mannschaft da rauskommen." Aber wie? An der nötigen Einstellung mangelt es nicht, auch nicht an einem schlüssigen Plan des Trainerteams, sondern an der Qualität. Individuell und auch das kollektive Verhalten betreffend. So klagt Gulde selbstkritisch, dass man in der Fünferkette "leider dazu neige, zu passiv zu spielen". Das Trainerteam erhoffte sich durch dieses System hingegen offensive Impulse durch die hochschiebenden Außenverteidiger Pascal Stenzel und Christian Günter. Weil das nicht klappte, stehen Streich und Co. vor einem schwierigen Taktik- und Personalpuzzle. Weil der eine oder andere Leistungsträger derzeit überspielt ist, sind Wechsel eigentlich nötig, es fehlen jedoch die Alternativen. Sicher ist: Der SC muss wieder Tore schießen. Sonst droht - Rettungschance Relegation hin oder her - das gleiche Schicksal wie 2015.

 
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