Willkommen auf www.bundesliga-livestream.de
Borussia Dortmund gegen VfL Wolfsburg im Livestream am 14.01.2018
Sonntag, 14. Januar 2018

Entspannung ist angesagt in diesen Tagen bei Borussia Dortmund. Ganz bewusst bekamen die Profis von Trainer Peter Stöger einen recht moderaten Trainingsplan mit in den winterlichen (Kurz-)Urlaub. Nach einem vor allem mental extrem anstrengenden Jahr 2017 mit einem Anschlag auf ihr Leben, zwei Trainerentlassungen und dem DFB-Pokalsieg im Mai als positivem Höhepunkt sollen die Borussen die Köpfe freibekommen und so gut es geht entspannen – um dann körperlich wie geistig erholt in die intensive, nicht einmal zwei volle Wochen dauernde Vorbereitung auf die Rückrunde starten zu können. Bereits jetzt ist absehbar, dass sich Stögers Optionen ab Januar deutlich erweitern werden. Weniger, weil sich das verbriefte Interesse an Basels Manuel Akanji oder die Überlegung einer Rückholaktion von Henrikh Mkhitaryan (Manchester United) mittlerweile konkretisiert hätten. Vielmehr, weil sich das während der Hinrunde phasenweise mit bis zu einem Dutzend Profis gefüllte Lazarett inzwischen deutlich gelichtet hat. So bereitet sich Mario Götze nach überstandener Sprunggelenkverletzung derzeit in Dubai unter anderem mit Laufeinheiten und Tennis stunden auf seine Rückkehr auf den Platz vor.

Auch Erik Durm, der in dieser Saison bislang überhaupt noch nicht zum Einsatz gekommen ist und im Sommer kurz vor einem Wechsel nach Stuttgart stand, ist nach überstandener Hüftoperation wieder einsatzfähig. Gemeinsam mit Lukasz Piszczek wird das Duo im Trainingslager in Marbella voll belastbar sein. Auch der Rechtsverteidiger hat seinen Anfang Oktober im Länderspiel der polnischen Nationalmannschaft gegen Montenegro erlittenen Außenbandanriss im Knie mittlerweile auskuriert. Maximal ein paar Tage später soll auch Gonzalo Castro (Außenbandriss im Sprunggelenk) wieder das komplette Mannschaftstraining absolvieren. Mit im Flieger in Richtung spanischer Costa del Sol wird am 3. Januar auch Marco Reus sitzen. Der Offensivspieler reiste diesmal mit Fußbällen im Gepäck in den Urlaub, um dort individuell an seiner Rückkehr arbeiten zu können. Denkbar ist nach aktuellem Stand, dass er in Marbella bereits abschnittsweise am Training mit den Kollegen – etwa am Kreisspiel - teilnimmt. Druck aber will und wird Reus niemand machen beim BVB. Zu ungewiss ist, wie sein Körper nach der langen Pause auf die Belastun gen reagiert. Zu wertvoll sind seine Qualitäten. Bislang liegt der Nationalspieler, der nach zwei verpassten Turnieren von einer WM-Teilnahme im Sommer träumt, voll im Soll. Bleibt es dabei, stünde der angepeilten Rückkehr Mitte Februar nichts im Wege.

Noch exakt vor zwölf Monaten hatte er mit seinem Appell für großes Aufsehen gesorgt. „Wir müssen im Winter klar sagen: Wer hat Bock, wer will nächstes Jahr hier sein?“, hatte Mario Gomez kurz vor Weihnachten 2016 in Wolfsburg einen ehrlichen und konsequenten Umgang miteinander gefordert. Nach einem durchwachsenen Jahr beim VfL konnte der 32-Jährige die Frage nun selbst nicht mehr positiv beantworten – und verabschiedete sich Richtung Stuttgart. Der Abgang des Führungsspielers löst naturgemäß Bewegung in der Hierarchie aus – vor allem sportlich. Divock Origi heißt der Mann, der künftig wohl auf seiner Idealposition im zentralen Angriff der Wolfsburger den Gomez macht, freilich mit anderen Fertigkeiten. Mit seiner Beweglichkeit passt er vermutlich besser als sein Vorgänger in das vor allem auf schnelles Umschalten, Anlaufen des Gegners und Kombinieren bis vor das Tor angelegte Spiel von Trainer Martin Schmidt. Der 22-Jährige (15 Spiele/4 Tore) will die nunmehr freie Bahn nutzen – und Olaf Rebbe fände das gut. Der Sportdirektor hat erst kürzlich mit seinem Liverpooler Amtskollegen Michael Edwards über Origi, der von den Wölfen ohne Kaufoption bis zum Saisonende ausgeliehen ist, gesprochen. Das Zwischenergebnis umschreibt Rebbe so: „Die Liver- pooler sind Kaufleute, keine Samariter …“

Wenn es überhaupt zu der Chance komme, den Spieler im Sommer zu halten, werde dafür sicher keine niedrige Summe fällig. Zumal Origi nicht nur in der Bundesliga-Rückrunde, sondern auch als WM-Teilnehmer mit Belgien seinen Marktwert noch steigern könne. „Wir werden dennoch versuchen, zusammen mit dem Spieler, der sich hier wohlfühlt, unsere Möglichkeiten auszuspielen“, so Rebbe. Hinter dem Top-Stürmer steigen in der Rangfolge weitere Spieler eine Sprosse hoch. Origis Landsmann Landry Dimata (20) etwa. Rebbe: „Er ist ein Spieler, dem die Zukunft gehört.“ Das gelte auch für den Nigerianer Victor Osimhen (wird am Freitag 19). „Sie alle haben positiven Druck, weil die Aussichten auf Einsätze steigen.“ Genau hinschauen wollen Rebbe und Trainer Schmidt auf den Außenpositionen. Auf dem Prüfstand hier unter anderem: PaulGeorges Ntep, dem der Durchbruch trotz aller Möglichkeiten noch nicht gelang. Neue Konkurrenz wartet mit dem vorzeitig aus Stuttgart zurückgekehrten Josip Brekalo. „Ihm wollen wir aber keinen zu großen Rucksack aufsetzen“, gibt Rebbe dem Kroaten Zeit, seine beim VfB gezeigten Eindrücke zu bestätigen. Abseits des Platzes führt der Abschied von Gomez zu weiteren Notwendigkeiten in Wolfsburg. Es gilt, einen neuen Kapitän zu finden. Schmidt will ihn in der WinterVorbereitung benennen, drei Kandidaten gelten als besonders aussichtsreich: Eigengewächs Maximilian Arnold, Routinier Paul Verhaegh und der nach seiner Sprunggelenkverletzung wieder einsteigende Spanier Ignacio Camacho.

FC Köln gegen Mönchengladbach im Livestream am 14.01.2018

Im Januar kam Timothee Kolodziejczak für 7,5 Millionen Euro vom FC Sevilla. Vor zwei Jahren schnürte Sportdirektor Max Eberl sogar einen fast zehn Millionen Euro teuren Doppelpack mit der Verpflichtung von Jonas Hofmann (Dortmund) und der Leihe von Martin Hinteregger (Salzburg). Üppige Nachschläge, die sich in diesem Winter höchstwahrscheinlich nicht wiederholen werden. Der Grund, warum der Blick eher auf den Talentemarkt gerichtet ist: Die Borussen setzen auf die Rückkehr ihrer verletzten Spieler und die damit verbundene Qualitätssteigerung im Kader. Gleich acht Spieler fehlten Dieter Hecking beim Aus im DFB-Pokal gegen Leverkusen (0:1) kurz vor Weihnachten. Aber: Nicht alle Profis werden ihre Verletzungen auskuriert haben, wenn der Coach am 2. Januar zum Trainingsauftakt bittet. Keine Probleme bestehen bei Raffael, der gegen Bayer aufgrund von Wadenbeschwerden passen musste.

Auch Christoph Kramer (Nacken- und Schulterprobleme) sollte für den Rückrundenauftakt in Köln zur Verfügung stehen, selbst wenn der Mittelfeldspieler an den ersten Trainingstagen noch nicht das komplette Pensum abspulen kann. Positive Signale kommen zudem von Jonas Hofmann, dessen Innenbandteilriss im Knie auskuriert ist. „Bei ihm“, sagt Hecking, „sind wir zuversichtlich, dass er ab dem 2. Januar voll dabei ist. Er stand schon vor Weihnachten vor der Rückkehr ins Mannschaftstraining.“ Das könnte bei Fabian Johnson, der an Rückenproblemen leidet, noch etwas dauern. Eine genaue Prognose fällt momentan schwer, der US-Amerikaner wackelt aber zum Start. Fortschritte macht indes Laszlo Benes nach seinem im September erlittenen Mittelfußbruch, doch bei ihm könnte es trotzdem Mitte oder Ende Januar werden, bis er wieder ins Mannschaftstraining integriert wird. Gänzlich offen ist der Zeitpunkt, wann Ibrahima Traoré wieder für die Fohlen wirbelt. Der Offensivspieler laboriert an einem Muskelfaserriss und fehlt seit Anfang November. Klar ist immerhin: An den ersten Spieltagen wird Traoré noch nicht mitwirken können. Mamadou Doucouré (Aufbautraining nach Muskelbündelriss) braucht ebenfalls noch Geduld und ist zu Beginn des neuen Jahres keine Option. Bei Tobias Strobl (Kreuzbandriss) gehen die Planungen in Richtung März oder April.

RB Leipzig gegen FC Schalke 04 im Livestream am 13.01.2018
Samstag, 13. Januar 2018

Die sportliche Bilanz 2017 ist für Fabio Coltorti (37) schnell gezogen. Einen einzigen Einsatz kann der Schweizer TorhüterRoutinier im zu Ende gehenden Jahr aufweisen. Weil Peter Gulacsi erkrankt und auch dessen damaliger Vertreter Marius Müller nicht einsatzfähig war, feierte Coltorti am 1. April beim 4:0 gegen Darmstadt die unverhoffte Bundesliga-Premiere. Die könnte auch seine Abschiedsvorstellung im Oberhaus gewesen sein, denn das aktuelle Ranking weist das RB-Urgestein nur noch als Ersatz vom Ersatz aus. In der laufenden Saison saß er lediglich beim 5:0 in Dorfmerkingen in der ersten Runde des DFB-Pokals auf der Reservebank. Ansonsten war stets sein Landsmann Yvon Mvogo (23), im Sommer für fünf Millionen Euro aus Bern geholt, der Reservekeeper. Wer nun glaubt, dass Coltorti die letzte Phase seiner aktiven Laufbahn enttäuscht oder gar verbittert über sich ergehen lässt, der irrt gewaltig. Der Keeper, wie Dominik Kaiser schon seit den Regionalliga Zeiten 2012 dabei und bis zu seiner Schulterverletzung im Februar 2016 klare Nummer 1 der Sachsen, kann sehr gut mit den Umständen umgehen. „Es hat sich vieles verändert in meinem Leben. Fußball spielt immer noch die Hauptrolle, aber ich habe nicht mehr diesen Fokus, wie wenn man spielt“, sagt er und gibt einen tiefen Einblick in sein Inneres: „Der Druck, die Versagensängste – das ist nicht mehr da. Ich habe viel Lebensqualität dazugewonnen und habe extrem viel mehr Zeit, in der ich mich mit mir beschäftigen kann. Ich bin schmerz- und sorgenfrei und kann mich richtig austoben. Ich stehe freudig auf und trainiere so gern wie noch nie.“

Längst bereitet er sich auf die Laufbahn nach der Laufbahn vor. „Es geht um eine ganzheitliche und vielfältige Hilfe zur Selbsthilfe“, umschreibt er sein künftiges Betätigungsfeld: „Es geht darum, Menschen zu helfen, sich selbst zu finden und ein harmonisches Leben führen zu können.“ Auch deshalb beschäftigt er sich intensiv mit Yoga, Atemtechnik und Meditation: „Ich kann jetzt schon viel von dem machen, was ich sonst nach der Karriere gemacht hätte.“ Wie lange die Spielerlaufbahn noch dauert, wird sich wohl schon bald entscheiden. Den Urlaub verbringt Coltorti derzeit in seiner Wahlheimat Marbella bei der Familie, mit ihr will er die Zukunftspläne erörtern. „Das Fußballerleben wird bald vorbei sein. Aber es ist nicht so abwegig, dass ich noch ein Jahr in Leipzig machen werde“, zeigt er Bereitschaft, den im Sommer auslaufenden Vertrag eventuell zu verlängern. Dass dies auch im Sinne von RB wäre, lässt Ralf Rangnick durchblicken: „Fabio ist ein absolut wichtiger Faktor in der Trainingsgruppe. Er ist hoch angesehen bei allen im Verein“, so der Sportdirektor: „Wir werden uns sicher im Januar oder Februar auf ein Essen und ein Glas Wein treffen und dann ausloten, wie es bei ihm aussieht.“

Tabellenzweiter, Einzug ins Pokal- Viertelfinale, 13 Pflichtspiele in Serie ungeschlagen, dazu das erhebende Gefühl, sich sportlich bedeutend weiterentwickelt zu haben: Schalke 04 kann überaus zufrieden mit der zweiten Jahreshälfte sein. „Wir sind in der Liga die beste Mannschaft hinter dem FC Bayern, mehr geht aktuell nicht“, sagt Max Meyer. Sportvorstand Christian Heidel meint: „Es war eine sehr gute Hinrunde. Wir sind froh, dass wir vieles von dem umsetzen konnten, was wir uns vorgenommen haben. Dass wir im Pokal überwintern, ist das Sahnehäubchen.“ So erfreulich dieser Höhenflug für die Schalker ist, so sehr birgt er auch die Gefahr eines Absturzes. Weil Schalke 04 bisher so viel erreicht hat, und zwar deutlich mehr, als zu erwarten gewesen wäre, ist die Fallhöhe zwangsläufig beträchtlich. Das wissen die Königsblauen natürlich ganz genau. Deshalb bleiben sie vorsichtig in ihren Äußerun gen, große Töne spuckt niemand. „Ich werde nicht sagen, dass wir bis zum Saisonende Zweiter bleiben wollen“, betont Mittelfeldspieler Meyer. Heidel formuliert es ähnlich: Mit der überaus realistischen Einschätzung der Lage „sind wir bisher gut gefahren, dies behalten wir bei“. Trainer Domenico Tedesco kritisiert sogar, dass „der Hype um uns ein bisschen zu groß“ sei: „Wir schießen niemanden aus der Arena.“ Hinter der Bilanz stecke „harte Arbeit mit viel Disziplin“. Gewiss ist es möglich, dass die sportliche Entwicklung sowohl einzelner Spieler als auch der Mannschaft in der Rückrunde eine famose Fortsetzung findet. Möglich ist allerdings auch, dass die bislang mental beeindruckend starken Schalker zwischen Januar und Mai nicht mehr mit so viel Spiel-Glück gesegnet sein werden wie zwischen August und Dezember.

Da waren einige knappe Angelegenheiten dabei: Das 4:4 im Jahrhundert-Derby in Dortmund, das 2:2 in Frankfurt, dazu die Siege in Bremen (2:1 nach 0:1), in Freiburg (1:0) und gegen den FC Augsburg, als Schalke 2:0 führte, den Ausgleich kassierte und spät doch noch drei Punkte einsackte. Wenn solche Partien in der Rückserie mal nicht für, sondern gegen Schalke laufen sollten, könnten statt 30 Punkten schnell mal nur 20 herausspringen – was in der Summe schlimmstenfalls dazu führt, dass die Knappen doch noch um den Einzug ins internationale Geschäft bangen müssten. Auf SCHALKE bleiben sie betont bescheiden. Ohne Spiel-Glück kann es noch eng werden mit dem Europacup-Platz. Die Rückserie werde „ein Kraftakt“, sagt Tedesco, der von einer „Mammutaufgabe“ spricht. Bange wird ihm nicht, weil er weiß, dass sein Team in sich gefestigt ist. Selbst wenn der FC Schalke, der am 13. Januar bei RB Leipzig ins neue Fußballjahr startet, schlecht aus den Puschen kommen sollte, „glaube ich nicht, dass das die Jungs aus der Spur bringen würde“, meint auch Heidel. Tedescos Kniff ist, die Tabelle so gut es geht auszublenden. „Falls wir plötzlich nur noch Sechster wären, wäre nicht automatisch alles schlecht – genauso wenig, wie im Moment alles gut ist“, sagt der Coach. Arbeiten muss die Mannschaft vor allem daran, Offensiv- lösungen etwa durch tiefe Laufwege zu finden, zumal ihr Ballbesitzanteil inzwischen häufig hoch ist. Die Winterpause wollen die Schalker nutzen, um durchzu- atmen. Viel Zeit bleibt dafür nicht, da sie bereits am Neujahrstag ins Trainingslager nach Spanien aufbrechen. „Ich finde die Pause zu kurz“, sagt Heidel, „aber gut tut sie natürlich trotzdem. Auch wenn wir nicht international gespielt haben, war es anstrengend. Die Belastung war hoch, vor allem die psychische. Es waren ein paar ganz heiße Spiele dabei.“

VfB Stuttgart gegen Hertha BSC im Livestream am 13.01.2018

Michael Reschke ist durchaus ein Freund der Folklore. Der Sportvorstand des VfB Stuttgart hat ein Faible für Altbewährtes, wobei man ihm nie unterstellen sollte, dass er lediglich um der Tradition willen Dinge aufwärmt. Nein, nein. Der sportliche Mehrwert muss schon stimmen. Im Fall Mario Gomez sind Reschke, Trainer Hannes Wolf und Co. offenbar zu dem Schluss gekommen, dass der Nationalstürmer in der Lage dazu ist, seinen bislang 63 Bundesligatoren im Dress des VfB noch einige weitere hinzuzufügen. Also legte der 60-Jährige mit Gomez den Fans ein „Cannstatter Zuckerle“, eigentlich eine bekannte und geschätzte Stuttgarter Weinberglage, unter den Weihnachtsbaum. Rund 3,5 Millionen Euro wandern von Stuttgart zum VfL Wolfsburg, den Gomez in der vergangenen Saison noch mit 16 Treffern quasi im Alleingang vor dem Abstieg bewahrte. Zudem endet die Ausleihe von Josip Brekalo vorzeitig. Der dribbelstarke Kroate bat um eine frühere Rückkehr zum Stammverein, bei dem er größere Chancen auf Einsatzzeit sieht. Diese hatte Gomez in Niedersachsen, diese wird er auch in Schwaben haben. Es ist keine Flucht, doch das eher durchwachsene erste Halbjahr mit nur einem Treffer mag eine gewisse Rolle gespielt haben. Die WM rückt näher. Gomez braucht Tore. Der VfB mit bislang 13 Treffern – nur der 1. FC Köln (10) netzte seltener ein – ebenfalls. „Manchmal“, findet Reschke, „gibt es Konstellationen im Fußball, die man vorher nicht für möglich gehalten hat.“ Und so wurde aus folkloristischem Wunschdenken Realität in Form eines Vertrags bis 2020. Er sei nun wieder „dort, wo alles für mich begonnen hat“, betonte Gomez. Bei „dem Verein, der mich ausgebildet hat, mit dem ich wahrscheinlich die verrückteste Zeit mit dem total unerwarteten Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2007 erlebt habe“.

Nichts weniger, als den VfB zum Klassenerhalt zu schießen und dabei zu helfen, den Klub – gemäß dem Langfristziel – wieder unter die Top 6 Deutschlands zu führen, ist der Handlungsauftrag für den 32-Jährigen. Profitieren soll von seiner Erfahrung auch Leon Dajaku, 16, ein Riesentalent in der U 17, Vertrag bis 2022. Dem gehört im Ländle die Zukunft. In der Gegenwart wird sich Gomez vor allen Dingen mit Daniel Ginczek auseinandersetzen müssen, dem in der Hinrunde der eigene Körper immer wieder einen Strich durch die Rechnung machte. Da bleibt abzuwarten, inwiefern tatsächlich ein Konkurrenzkampf entstehen wird. Gomez ist ein Stürmer, auf den das Spiel schon zugeschnitten werden muss. Der, wenn er gefüttert wird, über ganz hervorragende Abschluss qualitäten verfügt. Da sind Berkay Özcan, Chadrac Akolo und mittelfristig auch Rekonvaleszent Carlos Mané gefragt. Verglichen mit Maximiliano Romero (18, Velez Sarsfield), Cenk Tosun (26, Besiktas) und Guido Carrillo (26, AS Monaco), die ebenfalls auf Reschkes Zettel standen, kommt der Rückkehrer zumindest in Sachen Ablöse als Schnäppchen daher. Gehaltstechnisch dürfte sich Gomez dagegen weit oben im Stuttgarter Regal befinden, wobei er selbstredend mit 155 Bundesligatreffern, Auslands- und Champions-League-Erfahrung sowie einer stattlichen Trophäensammlung die Ausnahme in diesem Kader darstellt. Ein Transfer à la Gomez ist übrigens auch für Reschke, eigentlich als Talentspäher bekannt, keine totale Ausnahme. Schon im Sommer setzte der Rheinländer mit Andreas Beck oder Dennis Aogo auf gestandene Alternativen, als Akteure mit Wertsteigerungspotenzial ob des überhitzten Markts nicht finanzierbar waren, hier sei der spanische Außenverteidiger Johnny Castro exemplarisch genannt. Auch in Leverkusen handelte Reschke bereits so, wenn er spürte, dass der Kader Erfahrung braucht. Er war es, der beispielsweise einen Emir Spahic (damals 32), einen Hans Sarpei (damals 31) oder einen Sergej Barbarez (damals 34) unters Bayer-Kreuz holte. Aus Leverkusen kennt Reschke auch noch André Schürrle. An einer Ausleihe des BVB-Angreifers durch den VfB, wie von einigen Medien kolportiert, ist zum jetzigen Stand nichts dran.

Im letzten Hertha-Spiel des Jahres packte er ein Bestof seiner Fähigkeiten aus: Valentino Lazaro begann beim 3:2 in Leipzig als Linksaußen, wechselte nach Jordan Torunarighas Platzverweis und der Versetzung Fabian Lustenbergers ins Abwehrzentrum früh auf die Doppel-Sechs und absolvierte die zweite Halbzeit nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Peter Pekarik als Rechtsverteidiger. Drei Positionen in einem Spiel, dazu zwei Tore vorbereitet – Allrounder Lazaro nutzte nicht nur die Dienstreise nach Leipzig, sondern den ganzen Dezember zur Werbung in eigener Sache. Und so klingt das Fazit des österreichischen Nationalspielers, der im Sommer mit einer Außenbandverletzung im linken Sprunggelenk von RB Salzburg kam und erst im Oktober debütierte, positiv: „Ich bin froh über den Sprung in die deutsche Bundesliga. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wegen meiner Verletzung habe ich mich reingekämpft und konnte zeigen, dass ich da bin, wenn es brennt.“ Seine Hinrundenbilanz: elf Einsätze in der Bundesliga (drei Torvorlagen), vier Einsätze in der Europa League (eine Vorlage), ein Einsatz im DFB-Pokal. Anfang November, mit dem fünften Pflichtspiel-Startelfeinsatz, hatte sich der im August auf Leihbasis geschlossene Vertrag in einen festen Kontrakt bis 2021 umgewandelt. Hertha zahlt die mehr als sechs Millionen Euro Ablöse in mehreren Tranchen – und verspricht sich für 2018 noch mehr von dem Mann, der einst als Wunderknabe im österreichischen Fußball galt und der mit 16 Jahren von Inter Mailand umworben wurde und mit 17 von Real Madrid. „Tino hat gezeigt, dass er uns hilft“, sagt Trainer Pal Dardai. „Er macht unser Spiel schneller und variabler.“ Lazaros Ziel: „Wir wollen noch in die Top 10.“ Die Rolle als Rechtsverteidiger kannte er aus Österreich, Adi Hütter brachte ihn in einem Europa-League-Spiel mit Salzburg einst dort – das Experiment glückte. Aber Lazaro betont: „Ich bin eher ein offensiv denkender Spieler.“

Hannover 96 gegen FSV Mainz im Livestream am 13.01.2018

Den 16. August 2017 wird er nicht so schnell vergessen. An jenem Mittwoch, gerade drei Tage vor dem Start mit Aufsteiger Hannover in Mainz, stellten sich die Weichen sportlich völlig neu. Im Training zog sich Edgar Prib in einem Zweikampf einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu. Reha statt Rasen – so sollte es für den im Dezember 28 Jahre alt gewordenen Linksfuß fortan weitergehen. „Die ersten acht Wochen waren ziemlich fies, weil ich ja echt überhaupt nichts machen durfte“, verriet Prib kürzlich dem klubeigenen TV, schob aber das Entscheidende nach: „Ich habe es mittlerweile ganz gut verarbeitet, komme damit gut klar. Es geht voran, und das ist das Wichtigste.“ Ziemlich brutal hatte das Schicksal dazwischengegrätscht, hatte sich doch zuvor die Wandlung Pribs vom Wackelkandidaten zur tragenden Säule nahezu perfekt vollzogen. Neu-Trainer André Breitenreiter hatte den Linksfuß aus der Sackgasse, als Allrounder zwar irgendwie überall, aber nirgends als feste Größe gebraucht zu werden, herausgeholt. „Er sagte zu mir: Ich kenne dich als Mittelfeldspieler. Da habe ich geantwortet, dass ich das auch eigentlich bin“, erinnert sich Prib noch gut an die ersten Gespräche mit dem Coach, der ihm einen Platz im linken vorderen Mittelfeld reservierte.

Im Endspurt um den Wiederaufstieg habe Prib sich als „absoluter Teamplayer“ und zudem als „Identifikationsfigur unseres Klubs“ erwiesen, begründete Breitenreiter später im Sommer seine Entscheidung, Prib sogar zum neuen Kapitän zu machen. Fünf Monate später wird es zum Rückrundenauftakt noch nichts damit werden, die Binde tatsächlich in der Bundesliga für 96 zu tragen. Überhaupt wird der Weg zurück ins Team nicht leicht, denn auf den Außen überzeugten zuletzt Felix Klaus und Neuzugang Ihlas Bebou. Prib derweil ist nach der Reha in Donaustauf erst einmal wieder in Hannover. Kraft, Laufen, Ballarbeit in der Nähe seiner Mannschaft sind seither angesagt. „Den Ball mal wieder am Fuß zu spüren – das ist gut für die Birne. Ich mache schon ziemlich viel.“ Behutsam, Schritt für Schritt arbeite er sich nun an das Comeback heran. „Ich habe riesengroßen Respekt vor dieser Verletzung. Es ist schon eine große Nummer, da muss man vorsichtig sein.“ Alles laufe unter strenger Kontrolle der medizinischen Abteilung. Und unter genauer Beobachtung durch die sportliche Leitung. Der leistungsbezogene Vertrag, den Prib gerade erst kurz vor Beginn der Sommervorbereitung erhalten hatte, läuft im Juni 2018 schon wieder aus. Manager Horst Heldt signalisierte bereits, mit Prib und dessen Beratern in Kontakt zu stehen – erneute Verlängerung zu ähnlichen Konditionen nicht ausgeschlossen.

Sportvorstand Rouven Schröder benutzt gerne das Bild von „Steinen, die ins Rollen kommen“. Der erste Fels war die Verpflichtung von Anthony Ujah, der zweite der Abschied von Fabian Frei zum FC Basel (1,5 Millionen Euro Ablöse) und auch der dritte scheint nicht mehr lange auf sich warten zu lassen. Nach Meldungen aus Spanien zeichnet sich bei Jairo (24) eine Rückkehr in dessen Geburtsland ab. UD Las Palmas wirbt um die Gunst des Flügelspielers, dessen Transfer zu Hannover 96 vergangenen Sommer im letzten Moment gescheitert war. „Oftmals kann ein Zugang auch einen Abgang bedeuten – und umgekehrt. Mit den Stellen wird auch Budget frei, man kann neu investieren“, verdeutlicht Schröder. Während Jairo in der Hinrunde kaum eine Rolle spielte und auf dem Flügel ein neuer Spieler ziemlich überraschend käme, scheint das auf der Frei-Position (Sechs oder Acht) durchaus im Bereich des Möglichen. Eine Veränderung in die andere Richtung wird es wohl im Sturm geben. Durch die Rückkehr von Ujah verschlechtern sich die Einsatzchancen von Sommer-Einkauf Kenan Kodro (24), der in der Hinrunde nicht überzeugte und nur auf 232 Bundesligaminuten kam, weiter. Zumal bereits vor der Winterpause ein weiterer „Neuzugang“ auftrumpfte: Emil Berggreen. Der 24-Jährige sammelte in den letzten fünf Spielen vier Scorerpunkte (zwei Tore). Dabei spielte er nur einmal von Anfang an, nach schwerwiegenden Verletzungen fehlte noch die Kraft. „Emil kommt rein nach gefühlten 15 Jahren Pause, ist dann sofort da und bei fast jedem Tor dabei“, zeigt sich der Sportvorstand beeindruckt und resümiert: „Interne Neuzugänge sind eigentlich die schönsten. Man muss sie nicht integrieren, sie waren schon da und trumpfen dann einfach auf.“ Aus der Sicht von Schröder gilt dies auch für Gerrit Holtmann und Robin Quaison: „Alle haben die letzten Wochen extrem auf sich aufmerksam und unter Sandro Schwarz einen richtigen Schritt gemacht.“

FC Augsburg gegen Hamburger SV im Livestream am 13.01.2018

Die persönliche Halbzeitbilanz macht ihn zu einem Gewinner unter vielen Verlierern. Dennis Diekmeier wartet immer noch auf sein erstes Bundesligator und ist mit 197 Partien ohne Treffer zum Rekordhalter im Oberhaus geworden, blickt aber auf sein stärkstes Halbjahr als HSV-Profi zurück. Und in eine Zukunft, die ihm mehrere Optionen offenhält – obwohl sein Herzensklub bereits mehr als nur Signale gesendet hat. „Es gab immer mal verschiedene Möglichkeiten“, sagt der Rechtsverteidiger, „letztlich aber finde ich es einfach geil, beim HSV zu spielen, und bin deshalb immer geblieben.“ Dennoch ist eine erneute Verlängerung des im Sommer endenden Kontraktes kein Automatismus. „Dennis spielt eine richtig gute Saison und ist ein wichtiger Bestandteil“, lobt Sportchef Jens Todt den 28-Jährigen und hat ihm wie auch Kapitän Gotoku Sakai bereits vor den Weihnachtstagen einen neuen Zweijahresvertrag offeriert. Doch die Laufzeit könnte zum Knackpunkt werden: Der Profi wünscht sich eine längerfristige Ausdehnung und hätte andernorts offensichtlich entsprechende Möglichkeiten. Eine Positiv-Entwicklung im Vorwärtsgang, die Diekmeier mit Ansage vollzogen hat und damit auch der Aufgabenstellung von Markus Gisdol nachgekommen ist. „Es war mein erklärtes Ziel, wieder mehr Power in mein Offensivspiel zu bringen, und es war auch eine Vorgabe des Trainers. Das war früher eine Stärke von mir. Es macht Spaß, das wieder einzubringen.“ Die Folge: Die Verlängerung mit dem seit 2010 angestellten „Dino beim Dino“ wird dieses Mal kein Selbstgänger.

Eintracht Frankfurt gegen SC Freiburg im Livestream am 13.01.2018

Die Ausleihe von Andersson Ordonez an LDU Quito (Ecuador) war der erste Schritt auf dem Weg zur Kaderverkleinerung. 35 Lizenzspieler stehen in Frankfurt unter Vertrag – entsprechend schwer ist es für einige Akteure, Spielpraxis zu sammeln. Wie plant die Eintracht? Bei Yanni Regäsel ist der Fall klar: Der Rechtsverteidiger nimmt seit geraumer Zeit nicht mehr am Profitraining teil und soll den Klub verlassen. Er kam in der Hinrunde ebenso wenig zum Einsatz wie Max Besuschkow. Der Fall des 20-jährigen Mittelfeldspielers ist aber anders gelagert. „Wir wollen Max nicht verlieren, weil wir an ihn glauben und er in diesem Jahr eine unheimlich gute Entwicklung vollzogen hat. Er hat sich sehr gut gezeigt, braucht aber Spielpraxis“, erklärt Fredi Bobic. Der Sportvorstand würde Besuschkow gerne in die 2. Liga ausleihen: „Max ist ein TopJunge, der gefühlt bei jedem Zweitligisten spielen kann.“ Eine schwierige Halbserie liegt auch hinter Flügelflitzer Danny Blum. Je ein Joker-Einsatz in der Liga und im Pokal stehen in seiner Bilanz. Nichtsdestotrotz plant die Eintracht mit ihm. „Bei Danny haben wir großen Glauben, dass es funktioniert. Er kennt unsere Wertschätzung, es gibt keine Gedanken, ihn abzugeben. Zu viele kleine Verletzungen haben ihn rausgeworfen. Wir schauen, dass wir ihn körperlich so stabil bekommen, dass das nicht mehr passiert“, erläutert Bobic. Auch Mittelfeldspieler Aymen Barkok ist fester Bestandteil der Planungen, obwohl der 19-Jährige in nur sechs Pflichtspielen zum Einsatz kam und auf Leihbasis in der 2. Liga mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr Spielpraxis sammeln könnte. „Wir sind von ihm absolut überzeugt, er wird seinen Weg machen“, bekräftigt der Sportvorstand. Auch an Stürmer Branimir Hrgota (sechs Einsätze) will der Klub festhalten. Bobic: „Er bietet sich immer wieder an.“ Ob sich die Eintracht im Winter verstärken wird, ist dagegen offen. Bobic erklärt: „Wir haben einige Ideen im Kopf, die wir vielleicht angehen werden, aber der Zeitraum im Januar ist sehr eng. Sollte etwas sinnvoll sein für die Zukunft von Eintracht Frankfurt, um noch mehr Qualität in die Mannschaft zu bekommen, werden wir dies tun. Wir stehen aber nicht unter Druck, dass unbedingt etwas gemacht werden muss.“

Der Jahresausklang hinterlässt einen bitteren Beigeschmack beim SC Freiburg. Erst die verpasste Krönung des starken LigaEndspurts in Augsburg  (3:3), wenig später das Pokal-Aus in Bremen (2:3) inklusive erneuter Gegentorflut sowie krassem Schiedsrichter-Fehler. Durch die vorweihnachtlichen Dämpfer geht eine erfreuliche Premiere fast unter: Yoric Ravet erzielte in Bremen sein erstes Pflichtspieltor für den SC. Ein weiterer wichtiger Schritt für den französischen Offensivspieler. In den vier letzten Spielen der Hinrunde stand Ravet in der Startelf und lieferte bei der Aufholjagd in Köln (4:3) zwei Vorlagen. Eine starke Phase – aber warum erst im Dezember? Für einen Sommerzugang liest sich die Bilanz eher dürftig. Noch dazu, weil Ravet so etwas wie der diesjährige Freiburger Königstransfer ist. Kurz vor Ende der Wechselfrist überwies der SC über 3,5 Millionen Euro an Young Boys Bern, die in der letztlich erfolglosen Champions-League-Qualifikation gegen ZSKA Moskau nicht auf Ravet verzichten wollten. Die Ablöse nimmt sich, verglichen mit den gut 26 Millionen Euro, die man für Maximilian Philipp und Vincenzo Grifo erhielt, zwar gering aus. Dennoch wurde vom erfahrensten Neuen (30 ErstligaEinsätze in Frankreich für Grenoble und St. Etienne, 136 Erstliga-Spiele in der Schweiz für Lausanne, Grass- hopper Zürich und Bern) am ehesten Soforthilfe erwartet. Diese Hoffnung zerschlug sich – nach nicht einmal 30 Einsatzminuten. Ravet war am 3. Spieltag gegen Dortmund erstmals spielberechtigt, zeigte gute Ansätze, kassierte aber für einen Tritt auf das Sprunggelenk von Marcel Schmelzer, der danach über Wochen ausfiel, die erste Rote Karte nach Videobeweis. Ein für ihn schockierender Eintrag in die Bundesliga-Historie. „Es war die erste Rote Karte in meiner Karriere, eine neue, unangenehme Erfahrung. Es hat mich geärgert und ich war traurig, weil ich niemanden verletzen will. Es tat mir sehr leid für Marcel Schmelzer“, blickt Ravet zurück.

Er wird drei Spiele gesperrt und „in seinem Elan gebremst“. Ohne Aussicht auf Einsatzzeit fiel die Umstellung auf die deutlich höhere Trainingsintensität sowie die vielen taktischen Anforderungen des Trainerteams um Christian. Streich nicht leichter. „Am Anfang war es kompliziert“, gesteht Ravet. In Bern war er ein Star, 2016/17 mit 17 Vorlagen (sechs Tore) gar der Assistkönig der Liga, und konnte in einem ballbesitzorientierten Topteam seinem Offensivgeist frönen. In Freiburg muss er auf einmal intensiv nach hinten arbeiten – „das liebt kein Offensivspieler“, sagt Ravet. Nach der Sperre wird er an sieben Spieltagen nur dreimal eingewechselt. Auch weil er sich schnell einlebt – seine Frau erwartet das erste gemeinsame Kind –, die Mitspieler ihn gut integrieren, bleibt er „positiv im Kopf“, schuftet im Training und versteht durch viele Gespräche mit Streich die Anforderungen immer besser. Der Lohn: Ein Startelfmandat gegen den HSV. „Er hat gewartet und keine Ausreden gesucht nach dem Motto: Der Trainer ist schuld oder dies und jenes. Er musste einfach ankommen. Es ging ums Spiel gegen den Ball. Dass Yoric kicken kann, ist klar“, lobt Streich: „Manchmal braucht man eben ein bisschen Zeit. Weil er es so angenommen hat, waren jetzt diese Leistungen möglich.“ Technisch versiert, ballsicher, stark als Standardschütze wie im Abschluss und mit dem Auge für den tödlichen Pass – Ravet steht für eine im Freiburger Spiel länger vermisste Komponente. Die Dezember-Leistungen können aber nur ein Anfang sein für den Nachfolger von Grifo und Philipp. Seiner Verantwortung begegnet Ravet mit großem Selbstvertrauen: „Ich wusste, dass ich sie ersetzen soll, das ist mein Job. Grifo und Philipp haben ihre Qualitäten, ich habe meine.“ Die muss er nun konstant zeigen. Dann könnte sich der Königstransfer etwas verspätet als Glücksgriff erweisen.

Werder Bremen gegen TSG Hoffenheim im Livestream am 13.01.2018

Es ist noch nicht allzu lange her, da war Maximilian Eggestein in der öffentlichen Wahrnehmung für viele nur der „kleine“ Bruder. Zwar auf den Tag genau 17 Monate früher geboren als Johannes, aber in puncto sportlicher Wertschätzung längst überholt vom jüngeren Spross der Fußballerfamilie aus Schloss Ricklingen bei Hannover. Wenn die Leute zur Unterscheidung der beiden vom „guten Eggestein“ sprachen, war selbstredend das Torjäger-Talent gemeint – und nicht der zwischenzeitlich ins Drittligateam abgestufte Mittelfeldspieler. Wie uneitel der ältere Eggestein damit umging, sagt viel aus über Charakter und Persönlichkeit. Ohne Anflug von Neid, sondern mit ehrlichem Stolz begleitete „Eggestein I.“ die Entwicklung des Jüngeren (19); und arbeitete unverdrossen weiter an der eigenen. Wenn Frustrations- toleranz ein entscheidendes Kriterium für den Werdegang zum Bundesligaprofi ist, dann darf Maxi Eggestein als bestes Beispiel gelten. Dem nur allzu menschlichen Impuls, sich verkannt zu fühlen und Widerständen mit einem Wechsel aus dem Weg zu gehen, widerstand der U-21-Nationalspieler erfolgreich: „Mein Antrieb war: Ich wollte zeigen, es bei Werder zu schaffen.“ Dass ihm dies gelungen ist, steht inzwischen außer Frage. „Maxi“, stellt Manager Frank Baumann heute fest, „ist schon ein richtig guter Bundesligaspieler.“ Spätestens seit der Amtsübernahme von Chefcoach Florian Kohfeldt lässt sich das nicht mehr übersehen. Der neue Trainer stellte Maxi Eggestein von der Sechser- auf eine Achterposition, wo dieser nicht nur seine immense Laufstärke, sondern auch imponierendes spielerisches Potenzial voll ausschöpfen kann. „Maxi ist ein kompletter Fußballer“, schwärmt Baumann, der erfahrungsgemäß nicht zu Übertreibungen neigt. „Er ist am Ball und taktisch extrem gut, bringt zudem defensive Qualität mit.“ Viel Lob für einen, der noch vor Jahresfrist am Sprung auf Erstliganiveau zu scheitern drohte. Einen Stammplatz erkämpfte sich Eggestein schon unter Alex Nouri zentral vor der Abwehr. Den letzten Kick gab ihm aber Kohfeldt. Zum einen durch die neue Rolle auf dem Feld, in welcher der Profi nach eigener Aussage „mehr Freiheiten nach vorn“ genießt. Zum anderen wohl dank einer speziellen persönlichen Ebene.

Kohfeldt betreute Eggestein bereits in der U 17, machte ihn im Herbst 2016 zum Kapitän der U 23. „Da wurde er ein Stück weit gezwungen, Verantwortung zu übernehmen“, analysiert der Fußballlehrer. „Maxi hatte lange das Problem, dass er sehr zurückhaltend war. Nach der Rückversetzung in die U 23, die ihn vielleicht auch ein bisschen sauer gemacht hat, war für ihn der entscheidende Schritt, nach einem kurzen Moment der Enttäuschung zu sagen: Ich glaube selbst daran, dass ich es bei den Profis schaffen kann.“ Sein eher introvertiertes und selbstkritisches Naturell mag Eggestein also durchaus mal im Wege gestanden haben. Für die Zukunft eröffnet es aber mutmaßlich umso bessere Aussichten. Schon heute ist der 21-Jährige ein bemerkenswert seriöser und reflektierter Gesprächspartner. Die Prognose, dass sich hier ein echter Führungsspieler entwickelt, liegt nahe. „Vom Typ her kann er da hineinwachsen“, findet Baumann. Auch Kohfeldt bescheinigt seinem Schützling entsprechenden „Intellekt, die Identifikation und die Leistung, die über allem steht“. Zugleich hat Eggestein das Glück, anders als manches Talent in anderen Klubs, von seinen Bossen nicht vorschnell als „Gesicht des Vereins“ vereinnahmt zu werden, um die PR-Trommel zu rühren. „Er soll einfach seine Leistung stabilisieren“, fordert Baumann. „Dann“, sagt Kohfeldt, „sind wir sehr zufrieden.“ Seine sportliche Klasse indes verschaffe „Maxis Wort im Team jetzt schon Gewicht“. Hinter den Kruses, Junuzovics und Delaneys ist Eggestein Werders Junior-Chef. Ob als erster Ansprechpartner für Schulfreund Ole Käuper, der jüngst bei den Profis debütierte. Oder als Wegweiser für die, die sich aktuell – wie weiterhin Bruder Johannes – an der Schwelle zur Bundesliga mühen. „Geduld und Spielpraxis sind entscheidend“, schreibt Eggestein ihnen ins Stammbuch. „Man darf nicht hadern, wenn es noch nicht zum Erstligaeinsatz reicht.“ Er selbst hat diese Maßgaben befolgt. Vorbildlich.

Leverkusen gegen FC Bayern München im Livestream am 12.01.2018
Freitag, 12. Januar 2018

Anstoß für die Bundesliga Partie zwischen Leverkusen und Bayern München ist am 12.01.2018, um 20:30 Uhr. Wir sind gespannt wie dieses Spiel ausgehen wird. Hoffentlich wird es spannend und beide Mannschaften können zeigen, wer der Bessere von Beiden ist! Ihr seid Fussball Fans und wollt dieses Fußball Spiel live, kostenlos und legal verfolgen? Dann seid ihr hier genau richtig! Es gibt zahlreiche Live Streams im Internet, wo man sich das Spiel per online TV Übertragung ansehen kann.

Bester Livestream (Qualitativ hochwertig, Registrierung erforderlich) Livestream Liveticker Liveradio Highlights Live Stream Leverkusen Bayern immer kurz vor und während der Live Übertragung aktualisiert. Sollten die Livestreams stocken, so hilft ein Neuladen der Livestream-Seite. Ansonsten den nächsten Live Stream nutzen. Highlights werden während oder kurz nach der Partie eingetragen.


Watch free Leverkusen - Bayern München online free Januar, 2018 - Information of the Bundesliga match between Leverkusen - Bayern München will be play at Januar 12. We hope The fans of both team can enjoy with the live score preview, recaps and highlights here. So where can i watch Leverkusen - Bayern München online video streaming free / live stream? here you can watch this match on these sites. Source Video from Justin TV, Ustream, P2P,Sopcast,bwin,bet365 and no survey. So stay tune in this site for enjoy and watch Leverkusen - Bayern München online stream.

 
Bundesliga Live Stream © 2016 - Some rights reserved.